Kärntner Holstein-Verband

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Aktuelle Informationen

Kärntner Holsteinkühe österreichweit die Nr. 1 in Sachen Lebensleistung!

Die Holsteins sind mit ca. 6.000 Herdebuchkühen die zweitstärkste Rassenpopulation in Kärnten. Alte Kühe mit hohen Lebensleistungen zu züchten, dass ist der Traum eines jeden Rinderzüchters. Die Kärntner Holsteinzüchter sind österreichweit mit ihren Kühen rassenübergreifend schon Jahrelang führend in Sachen Lebensleistung. Perfektes Management auf den Betrieben und jahrelange, intensive Zuchtarbeit sind das Fundament zur Erreichung hoher Lebensleistungen. Speziell die hohe Lebensleistung räumt den Kärntner Holstein Kühen den Platz 1 in der Lebenseffektivität, welche der wichtigste Wirtschaftlichkeitsparameter in der Milchproduktion ist, ein!

 Erste 100.000 Liter Kuh in Kärnten

Die erste 100.000 Liter Kuh in Kärnten war die Kuh „SONJA“, geboren 1968, eine Blitzard Tochter von Familie Mischkulnig aus St. Egyden. Sie erreichte mit 18 Jahren eine Lebensleistung von über 113.000 kg Milch.

Ehemalige Europarekordkuh kommt aus Kärnten

„ILONA“ die Modell Tochter der Züchterfamilie Brunner aus dem Lavanttal stellte im Jahr 2003 mit ihren 20 Lebensjahren den Europarekord in Summe der Fett und Eiweiß kg der Rasse Holstein auf. Sie erreichte eine Lebensleistung von 156.609 kg mit 13.679 Fett + Eiweiß kg. Dieser Rekord ist bis heute bei der Rasse Holstein österreichweit ungebrochen!

Älteste Kontrollkuh

Im Jahr 2013 machte „LAEDY“ V. Valiant Eddie von Familie Rauter aus Aifersdorf Schlagzeilen. Mit 137.747 kg Milch Lebensleistung stand sie im 22. Lebensjahr, sie war und ist bis heute die älteste Milchleisstungs Kontrollkuh in Kärnten.

Die aktuell älteste, lebende Kontrollkuh über alle Rassen in Kärnten ist ebenfalls eine Holsteinkuh. „KARLA“ die Blackhai-Tochter von Familie Hinteregger aus Feldkirchen ist 19 Jahre alt und produzierte bis dato eine Lebensleistung von über 140.000 kg Milch. Die durchschnittliche Lebensleistung der Holsteinkühe am Betrieb Hinteregger betrug im letzten Kontrolljahr knapp 45.000 kg.

Kärntens höchste Lebensleistungskuh

Eine Ausnahmekuh in Sachen Lebensleistung ist die Mtoto-Tochter „NELLY“ von Familie Gasser aus Feistritz/Drau. Mit knapp 13 Jahren erbrachte „NELLY“ bis dato eine Lebensleistung von 181.290 kg Milch, sie ist somit die höchste Lebensleistungskuh in Kärnten aller Rassen.  Auch österreichweit ist sie die zweitstärkste Lebensleistungskuh der Rasse Holstein. „NELLY“ steht aktuell trocken, genießt den Weidegang und wird im November wieder abkalben.

Knapp 200 Kühe über 100.000 kg Lebensleistung

In Kärnten erreichten in Summe schon 194 Holsteinkühe die Traumgrenze der 100.000 kg Lebensleistungsmarke. Auch die erste 100.000 Liter Kuh der Rasse Jersey in Österreich kommt aus Kärnten, es ist die Dunker-Tochter „Tanja“ von Familie Hassler aus Berg im Drautal.

 Am Betrieb von Familie Gasser aus Feistritz/Drau überschritten bis heute bereits 22 Holsteinkühe die 100.000 kg Lebensleistungsgrenze. Die hohe Anzahl dieser Ausnahmekühe bringt die Züchterfamilie Gasser vlg. Spitaler in der internationalen Holsteinzucht auf einen der vordersten Plätze der sogenannten „Lebensleistungskünstler“! Besonders zu erwähnen ist weiters, dass alle 22 Kühe ausnahmslos selbst am Betrieb gezüchtet wurden.

Der Spitalerhof in Feistritz/Drau wird in Sachen „Lebensleistungskünstler“ gefolgt von Familie Mayer aus Weißenstein mit 8, Familie Keuschnig aus Paternion mit 7 und Familie Kastionig aus Lavamünd mit 6 gezüchteten 100.000 Liter Kühen.

ARGE Holstein Sitzung in den Nockbergen

Die traditionelle Sommertagung von Holstein Austria fand heuer auf der Turracher Höhe in Kärnten statt. Im Rahmen der Tagung wurden wichtige Punkte zum Zuchtprogramm, Vermarktung und dem Dairy Grand Prix besprochen. Im Rückblick der vergangenen Monate wies Obmann Hermann Gruber auf die erfolgreichen Auftritte von Holstein Austria bei diversen Veranstaltungen wie auf der Deutschen Holstein Schau in Oldenburg hin. Diese großartigen Erfolge sind auch eine wichtige Basis in der Bewerbung der österreichischen Rinderzucht auf dem internationalen Markt.

 

Viel Gesprächsstoff rund um die Tierzucht

Bei der Tagung analysierten die Teilnehmer auch die zukünftigen Herausforderungen in der Tiervermarktung. Großes Bemühen ist von allen Organisationen gegeben, um einen zufriedenstellenden Viehabsatz für die Mitgliedsbetriebe garantieren zu können. Man fasste auch den Beschluss, gemeinsam mit dem Deutschen Holstein Zuchtverband am Projekt „KuhVision“ teilzunehmen. Im Gemeinschaftsprojekt „KuhVision“ wird eine umfassende Datenerhebung für neue Merkmale im Bereich der Tier- und Klauengesundheit durchgeführt. Dadurch können Betriebe eine frühzeitige Selektion machen. Mit einem völlig neuen Konzept wird auch der Dairy Grand Prix im Jahr 2018 fix in Traboch/Steiermark ausgetragen.

 

Sehr interessantes Rahmenprogramm

Die Teilnehmer konnten sich bei der Ganzjahresrodelbahn „NockyFlitzer“ von ihrer mutigen Seite zeigen. Desweiteren wurde eine Wanderung zum Bergbauern Familienbetrieb Huber in Saureggen zurückgelegt. Angekommen auf dem Betrieb welcher auf 1.600 m über den Meeresspiegel liegt, waren die Teilnehmer über den Betrieb mit über 30 Milchkühen beindruckt. Familie Huber hat sich für die Milchwirtschaft im Berggebiet spezialisiert und es wird ein Großteil der Milch in Speiseeis und Käse verarbeitet. Das sogenannte „Nockberge Bauernhofeis“ konnte vor Ort von allen verkostet werden.

 

 

Bergbauernbetrieb Huber

IRLANDREISE vom AK-Milch Kärnten

Der Arbeitskreis Milch in Kärnten unter der Führung von Herrn Dipl.-Ing. Klaus Messner Schmutzer organisiert im Herbst dieses Jahres eine Irlandreise.

Einige Plätze sind noch frei!! Also schnell anmelden!

DATUM: 04.-08. Oktober 2017

Das genaue Programm finden Sie im Anhang.

Anmeldungen direkt über das Reisebüro (optimundus Reisewelt) bei Frau Brandl!

ZAR-KUHRIER, Ausgabe 7/2017

Deutsche Holstein Schau 2017

Deutsche Holstein Schau 2017

Lady Gaga gewinnt erneut

Lady Gaga die erfolgreichste deutsche Holstein Kuh der letzten Tage war auch dieses Mal nicht zu schlagen. Sie zeigte in sehr eindrucksvoller Weise, dass Holsteinkühe auch noch mit 7 Kälbern absolut fantastisch aussehen können und siegte für ihre Besitzer Henrik Wille und Friedrich Köster aus Essen, zum wiederholten Male. Insgesamt war die gesamte Veranstaltung auf einem in Deutschland noch nie da gewesenen hohen Niveau.

Rinderzucht Austria präsentierte sich hervorragend

Die insgesamt 3 Kühe aus Österreich waren nicht nur im Stall das Gesprächsthema unter den vielen Fachbesuchern, sondern zeigten sich auch im Richtring von ihrer besten Seite. Alle 3 ausgestellten Tiere konnten sich in ihren Klassen auf dem ausgezeichneten Rang 3 einreihen.

Die Goldchip-Tochter JOMAGRO GC HAZIENDA aus dem Betrieb Margit und Johann Grosspötzl, Sigharting, konnte vor allen wegen ihrer Korrektheit, des ausgezeichneten Typs und des insgesamt sehr guten Euters überzeugen. Besonders das sehr drüsige Voreuter war eines der besten der gesamten Schau.

GOLDSTERN (V. Gold Chip) im Besitz von Ulrich Kopf, Mäder, belegte ebenfalls Platz 3. Sie hatte klare Vorzüge in der Feinheit des Skeletts, im Milchtyp und in der Bewegung

Mit der Jorick-Tochter NAOMIE, von Ulrich Kopf, Mäder, platzierte sich eine weitere Vertreterin aus Österreich auf Platz 3. Sie bestach vor allem durch ihre Ringpräsenz, sowie durch das ausgezeichnete Euter und das sehr gute Fundament.

Den sehr guten Auftritt der österreichischen Tiere rundeten die im Gemeinschaftsbesitz von Rupert Wenger, Maishofen und Martin Rübesam, Wiesenfeld befindlichen Kühe, WFD ARTES REGALE und WFD AT ROSALINA, mit den Reservesiegen in ihren jeweiligen Klassen ab.

Interesse an österreichischen Zuchttieren durch den gelungenen Auftritt

Die guten Ergebnisse der österreichischen Holsteintiere im Richtring waren sicherlich auch dafür ausschlaggebend, dass am Stand der Rinderzucht Austria und im Stallbereich sehr vielversprechende Kundengespräche geführt werden konnten.
Der gelungene Auftritt wurde neben den sehr guten Kühen war vor allem durch das ausgezeichnete Betreuungsteam ermöglicht.

Kärntner Schüler im Spitzenfeld!!

Im Rinderzuchtzentrum Traboch in der Steiermark fand am 18. Mai die Premiere des bundesweiten Tierbeurteilungswettbewerbes der Landwirtschaftsschulen statt. Die Aufgabe bei diesem Wettbewerb bestand darin, das äußere Erscheinungsbild der Kühe möglichst exakt zu beurteilen um Folgerungen für die Zucht abzuleiten. Diese Stärken- und Schwächenanalyse hat einen wesentlichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Tiere.

Insgesamt gingen 26 Schulen mit 99 Schülern aus ganz Österreich mit jeweils einem Team an den Start, die ihr Wissen rund um die praktische Rinderzucht unter Beweis stellten. Es mussten zwei Kühe beurteilt werden und die Schüler konnten zwischen den Rassen Fleckvieh, Holstein oder Braunvieh wählen.

 

Kärntner Schüler unschlagbar!

Für Kärnten gingen Schüler von der LFS Stiegerhof, LFS Litzlhof, HBLA Pitzelstätten und der LFS Althofen an den Start.

Die Teilnehmer aus Kärnten erledigten ihre Aufgabe so gut, sodass mehrere Spitzenplatzierungen nach Kärnten gingen. Den Gesamtsieg über alle Teilnehmer entschied Anna-Sophia Burgstaller von der HBLA Pitzelstätten mit einer eindrucksvollen Leistung für sich, sie ist somit der erste Champion in der Tierbeurteilung in Österreich. Burgstaller siegte auch bei der Rasse Holstein und geht für Österreich nächstes Jahr bei der Agrar-Messe „Salon International de I`Agirculture“ (SIA) in Paris an den Start. Bernadette Lienhart von der HBLA Pitzelstätten stellte den zweiten und Johannes Oberwandling von der LFS Litzlhof den dritten Platz für die Rasse Holstein. Caroline Weinberger von der LFS Althofen konnte bei der Rasse Fleckvieh den sensationellen zweiten Platz erzielen.

Auch beim Schulwettbewerb errang Kärnten die ersten drei Stockerlplätze.

Erster wurde die HBLA Pitzelstätten gefolgt von der LFS Stiegerhof und der LFS Litzlhof. Die intensive Vorbereitung der Schüler mit den jeweiligen Fachlehrern und Chefklassifizierer Meinhard Huber hat wiederum Früchte getragen.

Diese konsequente und engagierte Nachwuchsarbeit an den Landwirtschaftsschulen ist die Basis für den späteren Züchter und Hofübernehmer. Diese beeindruckende Arbeit der Jugendlichen mit den Tieren zeigt, dass die Landwirtschaft auch in Zukunft in guten Händen ist. Die Rinderzucht bildet das Rückgrat der österreichischen Landwirtschaft, wozu leistungsstarke sowie gesunde und robuste Tiere notwendig sind, die von fachlich kompetenten Bäuerinnen und Bauern betreut werden, betont einer  der Organisatoren, Direktor Peter Prietl von der LFS Kobenz.

 

Kommentar Meinhard Huber

Die Beurteilung des Exterieurs spielt in der Tierzucht seit jeher eine große Rolle.  In den Anfängen der modernen Rinderzucht im 19. Jahrhundert kam der Exterieurbeurteilung eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Rassen und ihrer wesentlichen, einheitlichen Eigenschaften zu. Auch heutzutage ist die Beurteilung der Tiere ein großer und wichtiger Bestandteil der Zuchtarbeit. Regelmäßige Beurteilungen an den Betrieben sind für die züchterische Arbeit sehr wichtig um den Tierbestand zu verbessern.

Auch die Zusammenarbeit zwischen Zuchtverbänden und den landwirtschaftlichen Fachschulen ist sehr wichtig und sollte weiterhin intensiviert und gestärkt werden.

Team Litzlhof
Das Siegerteam von der HBLA Pitzelstätten Team Stiegerhof

Jahreshauptversammlung der Kärntner Jungzüchter

Am 13. Mai 2017 fand die Jahreshauptversammlung der Kärntner Jungzüchter statt. Neben Ehrengästen und dem Vorstand waren viele engagierte JungzüchterInnen anwesend und verbrachten ein paar gemütliche Stunden beim Hotel Zollner in Finkenstein.

In einem gut gefüllten Saal beim Gasthof Zollner in Finkenstein eröffnete der Obmann der Kärntner Jungzüchter Radbod Natmeßnig am 13. Mai 2017 die Jahreshauptversammlung. Er bedankte sich bei allen JungzüchterInnen für ihr Engagement und die Bereitschaft bei diversen Veranstaltungen mitzuhelfen und präsent zu sein. Weiteres schätzt er die Zusammenarbeit mit den Verbänden kärntnerrind und Holstein Kärnten sehr und betonte, dass ohne Sponsoring von diversen Firmen einige Veranstaltungen nicht stattfinden könnten.

In seinem Tätigkeitsbericht wurden die Highlights aus dem Jungzüchterjahr 2016 nachbesprochen. Erfolgreiche Schauteilnahmen an der Bundesfleischrinderschau und der Lavanttaler Gebietsrinderschau im Frühling und an der Bezirksrinderschau in Südtirol und dem Bundesländerwettbewerb in Wels im Herbst konnten verzeichnet werden. Aber auch unterm Jahr wurden ein Jungzüchtertreffen in Töplitsch, ein Jungzüchter Open Air in St. Michael im Lavanttal, ein Bambinitag am Betrieb Rutrecht und am Litzlhof, ein Stylingtag am Stiegerhof und eine Weihnachtsfeier in Reisach im Gailtal veranstaltet.

Es gab auch wieder Änderungen im Vorstand der Kärntner Jungzüchter. Die vier ausscheidenden Vorstandsmitglieder Christina Trippold, Melanie Gasser, Thomas Ulbing und Werner Kreuzer wurden geehrt. Ihnen sei für den jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz bei den Jungzüchtern ganz herzlich gedankt. Einige neue Gesichter finden nun im Vorstand einen Platz: Wir freuen uns, dass Andreas Mikitsch, Mathias Kofler und Theresa Drussnitzer in Zukunft bei uns mitarbeiten.

Die anwesenden Ehrengäste Obmann von kärntnerrind Sebastian Auernig, Kammerrat Michael Schnabl und Pinzgauerobmann Horst Schnitzer lobten die Arbeit der Kärntner Jungzüchter. Sie brachten deutlich zum Ausdruck, stolz auf die Jugend der Kärntner Bäuerinnen und Bauern zu sein.

Nach der Ankündigung von bevorstehenden Veranstaltungen, einem Jungzüchterausflug im Sommer nach Südtirol, einem Bambi- und Stylingtag und der Neuauflage des Jungzüchter Grand Prix am 25.11.2017 in St. Donat (bitte vormerken!) beendete der Obmann den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung und lud die JungzüchterInnen auf ein gemütliches Beisammensein bei kaltem Buffet ein. Wir sind stolz auf viel positives Feedback und starten jetzt mit neuem Vorstand und frischem Wind ins neue Jungzüchterjahr!

Obmann:                 Radbod Natmeßnig

Obmann-Stv.:                 Edina Scherzer

Schriftführer:          Nicole Pernusch

Schriftführer-Stv.:          Theresa Drussnitzer

Kassier:                    Katharina Petschar

Kassier-Stv.:                    Christian Baurecht

Unabh. Vorst.:        Andreas Mikitsch

                                          Markus Gritzner

                                   Felix Quendler

                                          Mathias Kofler

                                  Hannes Weber

                                          Matthias Schnabl

Tabelle: Vorstand neu 2017

Bei Rückmeldungen oder Neuanmeldungen steht Euch der gesamte Vorstand unter der Führung von Obmann Radbod Natmeßnig (Tel. 0650/7718379) jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Edina Scherzer

Holstein- und Jerseykühe vom Feinsten!!

Kärntnermilch Gebietsrinderschau am 30. April 2017

 Holstein- und Jerseykühe vom Feinsten!

 

Am 30. April 2017 fand am Gelände der Landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof die Kärntnermilch Gebietsrinderschau der VZG Oberkärnten statt. Über 100 Kühe der Rassen Holstein, Fleckvieh, Pinzgauer, Braunvieh und Jersey wurden den Preisrichtern aber vor allem, dem sehr interessierten Publikum präsentiert. Auch die "Kleinsten" stellten ihr Können unter Beweis und so wurden auch drei Gruppen Bambini präsentiert.

Die 23 Holstein u. Jerseykühe wurden vom Preisrichter Thomas Ulbing aus Villach in 3 Gruppen gerichtet.

 

Holstein:

In einer sehr starken Gruppe mit Kühen von 2 bis 4 Abkalbungen gab es in den vordersten Rängen ein Kopf an Kopfrennen, das schlussendlich die Duke-Tochter „RELLE“ von Familie Gruber Herbert aus Arriach für sich entschied. Vorteile im Körper und noch mehr Harmonie gaben den Ausschlag für den Gruppensieg. Reservesiegerin wurde die formschöne und extrem euterstarke Ralstorm-Tochter „PIPA“ von Familie Possegger Erwin aus Fresach. Danach platzierten sich die sehr milchtypische Outcross-Tochter „ARIANE“ von Familie Hofer-Moser Gunter aus Penk, die leistungsstarke Melville-Tochter „DORA“ von Familie Hofer-Moser Gunter aus Penk, die typstarke rote Jerudo-Tochter „BITJA“ von Familie Mayer Josef aus Weissenstein, die Pelle-Tochter „MARIE“ von Familie Steiner Hannes aus Feistritz/Drau  und die dunkelgezeichnete Alexander-Tochter „LILLY“ von Familie Rainer Stefanie u. Hannes aus Pusarnitz.

 

In der Jungkuhgruppe wo acht sehr typstarke Kühe präsentiert wurden, konnte sich die schauerfahrene Atwood-Tochter „PRINCESS“ von Familie Frank Adam aus Paternion behaupten. Ausschlaggebend für den Gruppensieg waren ihre Vorteile in den Merkmalen Körpertiefe, Stärke und Beckenlage. Reservesiegerin wurde die Atwood-Tochter „BOUNTY“ von Familie Mikitsch aus Penk. Sie überzeugte den Preisrichter aufgrund ihres drüssigen Euters. Ihr folgten die sehr körperstarke Montari-Tochter „FANNI“ von Familie Auer Robert aus Kellerberg,  die Yorick-Tochter „ELTA“ von Familie Drussnitzer Jakob aus Paternion. Auf den weiteren Rängen platzierten sich die Lavanguard-Tochter „KANADA“ von Famlie Kohlmaier Harald aus Penk, die leistungsstarke Snowmaster-Tochter „TINA“ von Familie Hofer-Moser Gunter aus Penk, die sehr harmonische Yorick-Tocher „IDA“ von Familie Pirker Wolfgang aus Afritz/See und die sehr junge Yorick-Tochter „CLARA“ von Familie Steinwender Hermann aus Penk.

 

In der Wahl um den Holstein Gesamtchampion präsentierten sich die jeweils beiden Bestplatzierten der einzelnen Gruppen. Vier Holstein-Kühe die das Zuchtziel der Rasse eindrucksvoll zeigten wurden vom Preisrichter nochmals einzeln besprochen. Gesamtchampion wurde die Kuh „PRINCESS“ vom Familie Frank Adam aus Paternion und Gesamtreservechampion die Kuh „BOUNTY“ von Familie Mikitsch aus Penk. Besonders erwähnte der Preisrichter die Drittkalbskuh „RELLE“ von Familie Gruber aus Arriach.

 

Jersey:

Die "kleinen" ganz "groß"

Die Gruppe der acht Jersey-Kühe konnte den Preisrichter und das Publikum begeistern. Es waren sehr milchtypische Kühe mit ausgezeichneten Eutern und Beinen. Siegerkuh wurde die Topeka-Tochter „SERENA“ von Familie Possegger Erwin aus Fresach. Eine Jungkuh mit enormen Entwicklungspotential und einem exzellenten Euter. Den Reservesieg holte sich ebenfalls eine Topeka-Tochter, „HISTERY“ von Familie Possegger Erwin aus Fresach, eine äußerst körperstarke Jungkuh die Vorteile in der Hintereuterhöhe und –breite gegenüber der drittplatzierten Zweitkalbskuh „MADLEN“ von Familie Frank Adam aus Paternion hatte.

Auf den weiteren Rängen platzierten sich die Senior-Tochter „BRUNA“ von Familie Stefaner Herbert aus Einöde, die Zweitkalbskuh „LUCIA“ V. DJ Lirsk von Familie Hassler Walter aus Berg/Dr., die Motivation-Tochter „TRINKE“ von Familie Steinthaler Gernot aus Zlan, die Topeka-Tochter „JOLLY“ von Familie Gruber Friedrich aus Gmünd und die VJ-Pick-Tochter „LISSY“ von Familie Hassler Walter aus Berg/Dr.

Ein besonderer Dank an alle Aussteller sowie dem Veranstaltungsteam!

 

Grand Champion Holstein:

PRINCESS (Atwood x Racer) von Züchterfamilie Frank Adam, Paternion

Reserve Grand Champion Holstein:

BOUNTY (Atwood x Zinfandel) von Züchterfamilie Mikitsch aus Penk

Ehrenvolle Erwähnung Holstein:

RELLE (Dike x Ford) von Züchterfamilie Gruber Herbert aus Arriach

Grand Champion Jersey:

SERENA (Tobeka x Q Zik) von Züchterfamilie Possegger Erwin aus Fresach

Reserve Grand Champion Jersey:

HISTERY (Topeka x Q Zik) von Züchterfamilie Possegger Erwin aus Fresach

Ehrenvolle Erwähung Jersey:

MADLEN (DJ Zuma x DG Brook) von Züchterfamilie Frank Adam aus Paternion

Kärntner Züchter feierten großartige Erfolge bei Austrian Dairy Show

Kärntner Züchter feierten großartige Erfolge bei der größten österreichischen Rinderschau der „AUSTRIAN DAIRY SHOW“

 

Die neu gestaltete Auflage „Austrian Dairy Show“ mit Bundesjungzüchterchampionat wurde vom 17.-19. März 2017 in der neuen Vermarktungshalle in Traboch/Stmk. ausgetragen.

Zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland konnten sich dabei von der hohen Qualität der Österreichischen Rinderzucht überzeugen.

Zur Bundesholsteinschau mit 120 Kühen wurden auch ein Rassenwettbewerb für Braunvieh, Fleckvieh, Pinzgauer, Jersey und Grauvieh ausgetragen. Neben den ausgestellten Schaukühen konnten auch die Jungzüchter ihr bestes Können unter Beweis stellen.

Aus Kärnten nahm man an dieser Veranstaltung mit 6 Holstein-, 1 Jersey-, 1 Braunvieh- und 1 Pinzgauerkuh, 22 JungzüchterInnen, sowie 2 Verkaufstieren für die Top-Genetik-Auktion teil.

 

Pinzgauer, Braunvieh u. Jersey

Für die Rasse Pinzgauer war die Ramos-Tochter „Alfa“ vom Landesschulgut Litzlhof für Kärnten vertreten. Die Braunviehkuh „Hermi“, eine sehr typstarke Jongleur-Tochter von der Züchterfamilie Petschar konnte sich den vierten Platz in ihrer Gruppe sichern. Die Jerseykühe wurden in zwei Gruppen gerichtet. Für Kärnten ging die Jungkuh „Bruna“ V. Senior von Familie Stefaner aus Einöde an den Start.

Holstein

Die insgesamt 120 Holstein Kühe wurden vom Preisrichter Erhard Junker aus der Schweiz gerichtet. Die 6 Holstein Kühe aus Kärnten waren dabei in fünf Gruppen vertreten.

Die Mccutchen-Tochter „Strauss“ der Familie Ulbing aus Villach war die jüngste Kuh an der Holsteinschau und  eröffnete die Bundesholsteinschau als Kärntner Vertreterin. In der zweiten Jungkuhgruppe präsentierte sich die sehr harmonische Atwood-Tochter „Bounty“ von Familie Mikitsch aus Penk.  In der nächsten Jungkuhgruppe betrat die sehr typstarke Atwood-Tochter „Princess“ der Züchterfamilie Frank aus Paternion den Schauring. In einer sehr großen und starken Gruppe konnte sie sich auf Platz 5 einreihen und bestach durch ihr überragendes Euter.  Die Zweitkalbskuh „Delia“ V. Acme von Familie Ulbing aus Villach lief in einer der stärksten Gruppen, aus der auch die spätere Gesamtsiegerin hervor ging. „Delia“ bestach durch ihren ausgeglichen Körperbau, ihren feinen und klaren Fundamenten, sie rangierte sich auf den hervorragenden 3. Platz ein.

 

Einen Höhepunkt stellte die Gruppe der Dauerleistungskühe über 60.000 kg Milch Lebensleistung dar. Für Kärnten wurde die schauerfahrene Marathon-Tochter „Fanni EX-91“ von Familie Jöbstl aus Guttaring ins Rennen geschickt. „Fanni“ hatte an diesem Tag eine Lebensleistung von über 75.000 kg und war mit neun Kälbern eine der ältesten Kühe, sie erreichte eindrucksvoll den 5. Platz in dieser Gruppe. Auch in dieser Gruppe präsentierte sich die pechschwarze Goldwyn-Tochter „Tirena“ von Familie Kohlmayer aus Velden welche eine Lebensleistung von über 65.000 kg aufweisen konnte.

 

Top-Genetik-Auktion:

Bei vollem Haus konnten bei der 2-stündigen Auktion von Auktionator Matthias Süess aus der Schweiz  28 Elitetiere internationaler Genetik zum sensationellen Durchschnittspreis von Euro 3.748,-- an Käufern aus Italien, Deutschland, Schweiz  und Österreich verkauft werden. Auch ein Embryonenpaket aus einer tiefen amerikanischen Kuhfamilie war den Käufer aus Slowenien € 2.700 wert. Der Tageshöchstpreis von Euro 6.400.—erzielte die Goldwyn-Tochter „Wilcor Fallujah ET“ aus Deutschland. Sie stammt aus einer tiefen Kuhfamilie mit 10 Generationen Exzellenter Kühe in Folge.

 

Jungzüchter und Bundeschulwettbewerb

22 JungzüchterInnen und 2 landwirtschaftliche Fachschulen repräsentierten unser Bundesland beim Bundesjungzüchterwettbewerb, der im Rahmen der Austrian Dairy Show über die Bühne ging. Das Resultat kann sich sehen lassen.

Schon viele Wochen vor dem Schauwochenende begannen die Trainingseinheiten unserer JungzüchterInnen für die „österreichischen Meisterschaften“ in Traboch. Die Kärntner Tiere wurden nebeneinander platziert, wodurch die durchgehende Aufsicht unserer Tiere um vieles erleichtert wurde. Der positive Nebeneffekt war offensichtlich: Unter unseren interessierten jungen Mitgliedern wurde an diesem Wochenende der Zusammenhalt gestärkt und es entstanden neue Freundschaften.

Am Freitagabend fand der Schulwettbewerb der österreichischen landwirtschaftlichen Schulen statt, organisiert von der Österreichischen Jungzüchtervereinigung (ÖJV). Die Aufgabe war es, die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft in einer kreativen Show von Schülern mit ihren Rindern vorzustellen. Aus Kärnten nahmen die landwirtschaftlichen Fachschulen Goldbrunnhof und Litzlhof an diesem innovativen Bewerb teil. Bei gut gefüllter Tribüne konnten sie und weitere 5 Schulen aus Österreich ihre Shows vorführen. Eine Jury, bestehend aus Milchprinzessin, Milchkönigin und dem ZAR Obmann Stefan Lindner, durfte die Darbietungen mit Punkten bewerten. Auch das Publikum hatte bei der Reihung etwas mitzureden. Die Lautstärke des Applauses floss in die Bewertung mit ein. Deshalb kamen sehr viele Lehrer, Freunde und Verwandte der Kärntner Fachschüler zum Zuschauen nach Traboch, was für die aktiven Schüler eine tolle Motivation darstellte. Auch das Ergebnis unserer Schulen war dementsprechend erfolgreich. Die Kreativität der Schüler und ihrer Lehrer war beeindruckend. Besonders auffallend war laut der Jury die Darbietung der LFS Goldbrunnhof. Schon die einleitenden Worte der Moderatorin, die beim Einzug das Motto der Schule vorstellte, versetzten das Publikum in Spannung: „Drei Jahre in die Schule investieren, ein Leben lang profitieren.“ Mit diesem Satz startete die einzigartige Show der Goldbrunnhofer, die der Kärntner Fachschule verdient zum Bundessiege verhalf. Lichtshows, Tanzeinlagen und mittendrin die 4 Kalbinnen, die sich von der Spannung, der ungewohnten Umgebung und dem Publikumsbeifall nicht aus der Ruhe bringen ließen, beeindruckten ganz Österreich. An dieser Stelle sei den mitwirkenden Schülern und ihrem Lehrer Gerald Pirker herzlichst zu diesem großen Erfolg gratuliert.

Aber auch die LFS Litzlhof konnte eine sehr ansprechende Show präsentieren und kam nur knapp nicht unter die Top 3. Die motivierten Schüler, von denen einige bereits aktiv bei den Kärntner Jungzüchtern dabei sind, zeigten einen Sketch, bei dem ein Bauer mit den vier Elementen den Boden versorgte und eine Pflanze heranwuchs. Die vier Kalbinnen stellten jeweils ein Element dar. Wir gratulieren dem Team Litzlhof unter der Führung von Birgit Wallner zur tollen Leistung.

Am Samstagvormittag starteten die Vorrunden des Bundesjungzüchterchampionates. In der Kategorie Junior zeigten drei Mädels aus Kärnten gute Leistungen und durften sich darüber freuen, bei ihrem ersten Großereignis dabei zu sein. Hannah Seifried präsentierte die Kalbin IDEFIX (V: Incredible) vom Betrieb Hannes Weber. Ihre Schwester Sabrina führte LARISSA (V: Oimut) vom Betrieb Rutrecht aus St. Margarethen im Lavanttal vor. Einen Podestplatz konnte die erst 11-jährige, talentierte Jungzüchterin Corinna Mikitsch erreichen. Bei sehr starker Konkurrenz sicherte sie sich mit ihrer Kalbin AVICII (V: Golden Dreams) den dritten Rang im Vorführen.

Die Seniorklassen waren von sehr hohem Niveau geprägt, sowohl beim Vorführen als auch vom Exterieur der Tiere. Die Dichte von Vorführprofis wird immer größer und bei Schauen zeigt sich, dass die Jungzüchterarbeit Früchte trägt. Zum ersten Mal auf einer Bundesschau dabei war Thomas Schilcher, der mit seiner exterieurstarken Kalbin MAJA (V: Hadil) einen ruhigen und professionellen Umgang mit dem Tier unter Beweis stellte. Markus Findenig führte vom Betrieb Jöbstl, wo er sein Praktikum absolvierte, die Watt-Tochter HANNOVER vor. Weiteres präsentierte Stephanie Zarfl erfolgreich ihre Raul-Tochter BACARDI und Gregor Tschernitz trat mit seiner Kalbin BELLA (V: Vanadin) auf. Tanja Stetschnig zeigte die Braunviehkalbin LAMETTA (V: Powerman) vom Betrieb Gaugg und Daniel Schaar, ein Schüler vom Litzlhof, stellte diesmal von seinem Heimbetrieb die Kalbin DIVA (V: Herbert) vor. Weiteres konnten Stefan Petschar mit WERNI (V: Nirvana), Felix Quendler mit WILMA (V: Ladd Red), Kreuzer Michael mit ROMY P (V: Hernandes), Melanie Gasser mit BETSY (V: Defiant) und Edina Scherzer mit IWANA (V: Pandora) erfolgreich teilnehmen.

Aus Kärnten wurden drei Pinzgauerkalbinnen von der LFS Litzlhof ausgestellt. Alle konnten eine Platzierung mit nach Hause nehmen. Julia Mikitsch hatte die Kalbin BRUNHILDE (V: Regon) bestens im Griff. Sie konnte einmal mehr beweisen, dass sie weiß, worum es beim Vorführen geht und sicherte sich den Gruppensieg. Andreas Oitzinger erreichte mit der Kalbin MOLDA (V: Lamour) den Reservesieg im Vorführen und verbesserte sein Ergebnis von der letzten Jungzüchterschau in Südtirol. Daniel Ertl führte seine Kalbin ATIKA (V: Monky) zum tollen Gruppentypsieg und am Sonntag noch zum Gesamttypreservesieg der Rasse Pinzgauer.

Theresa Drussnitzer erzielte mit ihrer Kalbin SOFIA (V: Reumut) den Vorführsieg. Sie befolgte alle Anweisungen des Schweizer Preisrichters und wurde deshalb an die Spitze ihrer Gruppe gestellt. Auch Martin Schwinger, der in letzter Zeit zu Recht viele Jungzüchererfolge feiern konnte, erreichte den Gruppenvorführsieg. Sein Engagement und der Einsatz seiner ganzen Familie ist eine Bereicherung für unseren Jungzüchterverein.

Bei den Holsteins konnten zwei Vorführreservesiege erreicht werden. Zum einen erreichte Andreas Mikitsch mit seiner Kalbin ADVENTURE (V: Golden Dreams) den zweiten Platz, und zum anderen der Routinier Thomas Ulbing, der mit seiner Kalbin DOLLY (V: Ladd Red) noch zusätzlich den Gruppentypsieg holte.

 

Bundestypchampion geht nach Kärnten

Am Sonntag bei den Finalentscheidungen wurde DOLLY zum besten Typtier der Rasse Holstein gekürt und so ging der Bundessieg nach Kärnten.

Die Kärntner Teilnehmer blicken auf ein erfolgreiches Schauwochenende mit vielen positiven Eindrücken zurück. Den Preisträgern gratulieren wir herzlichst zu den tollen Erfolgen und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Weitere Bilder finden Sie unter Galerie!

Carnica Ladd DOLLY von Ulbing Thomas aus Villach FANNI EX-91 (Marathon x Mtoto), 9 Kälber, Jöbstl Heinz, Guttaring
LFS Goldbrunnhof wurde Bundessieger

AUSTRIAN DAIRY SHOW!! Was für eine großartige Veranstaltung!!

Austrian Dairy Show – Erfolgreiche Premiere auf internationalem Niveau

 

Vergangenes  Wochenende fand in Traboch in der Steiermark die Austrian Dairy Show statt. Erstmalig wurden dabei das Bundesjungzüchter-Championat und Dairy-Grand-Prix-Austria gemeinsam unter einem Dach veranstaltet. Veranstalter der Austrian Dairy Show war Holstein Austria in Zusammenarbeit mit Rinderzucht Steiermark. 500 Tiere wurden bei den beiden Schweizer Preisrichtern Erhart Junker und Daniel Gisler und dem Tiroler Preisrichter Gerhold Riedl aus Tirol vorgestellt. Damit ist sie die größte Bundesschau Österreichs mit großer internationaler Strahlkraft. Eine Premiere gab es bei der Austrian Dairy Show mit dem erstmaligen Livestreaming durch den fortschrittlichen Landwirt auf www.holstein.at. Wie das OK-Team rund um Hans Terler und Obmann Hermann Gruber bestätigte, gab es viele positive Rückmeldungen dieses neuen Service. Teilweise verharrten Zuseher sogar das gesamte Wochenende an ihren Bildschirmen. Die Videomitschnitte können auf www.holstein.at wieder gegeben werden.

 

Als Auftaktveranstaltung fand der Bundeschulwettbewerb mit sieben teilnehmenden landwirtschaftlichen Fachschulen statt. Bewertet wurden Idee und Präsentation. Den besten Auftritt absolvierten die Schüler der landwirtschaftlichen Fachschule Goldbrunnhof aus Völkermarkt in Kärnten vor der landwirtschaftlichen Fachschule Alt-Grottenhof (Stmk.).

 

Seit über 20 Jahre gibt es die Jungzüchterbewegungen in Österreich. In diesen Jahren war das Bundesjungzüchter-Championat ein wesentlicher Motor in der Entwicklung der Jungzüchter. Die Jungzüchter zeigten auf der Austrian Dairy Show ihr - wie Preisrichter Daniel Gisler mehrmals bestätigte - hochklassiges Können in Vorführung und Präsentation der Tiere. Im krönenden Abschluss der Kür zum besten Vorführer wurde dieser Eindruck mehr als bestätigt. Im finalen Rundgang konnte man sich absolut keinen Fehler erlauben. Schlussendlich kürte Daniel Gisler dann bei den Juniors Simon Fink aus Lauterbach (Vbg.) und bei den Seniors Kathrin Garzaner aus Fritzens (T) zu den Gesamtvorführsiegern. Bei den acht Typ-Rassenbewerben gingen sechs Titel an Tiroler und jeweils ein Titel an Kärntner und Salzburger Jungzüchter.

 

Einer der Schauhöhepunkt waren  die Bundesholstein- und –Jerseyschau, gerichtet von Erhart Junker aus der Schweiz. Die österreichische Holsteinzucht hat in den letzten Jahren ihr internationales Ansehen stark gesteigert. So war für diese Schau international großes Interesse spürbar, waren doch einige erfolgreiche Europaschaukühe in Traboch am Start. Als Grandchampion gab Erhart Junker der Artes-Tochter WFD Regale von Rupert Wenger und Martin Rübesam aus Maishofen (Sbg.) den Vortritt vor der ebenfalls im Stall von Wenger stehenden Atwood-Tochter Royal, welche im Gemeinschaftsbesitz von Wenger, Kronberger und Hartl ist. Den Titel „Beste selbst gezüchtete Kuh Österreichs“ und „Honorable Mention“ holte sich die jugendliche Rosalina (Joyboy Red) von der PG Sprenger aus Fügen (T) mit einer Lebensleistung von 75.000 Milch-kg. Rosalina wurde auch Euterchampion. Bei den jüngeren Kühen holte Royality (Sid) von Josef Garzaner aus Fritzens (T) den Eutersieg. Der Juniorchampionstitel ging an Jomagro GC Hazienda (Gold Chip) von Margit Großpötzl aus Sigharting (OÖ). Sie war damit die einzige Championskuh aus einem anderen Bundesland wie Salzburg und Tirol. Den Erfolg komplettierten die Salzburger Holsteinzüchter noch mit dem Gewinn des Bundesländerbewerbes.

Bei den Jerseys mit Miss Tequila von Christoph Borg aus Beschling (Vbg.) und Hailey von Johann Hirschhuber aus Weerberg (T) sind zwei Tequila-Töchter Junior- bzw. Seniorchampion.

 

Neben der Bundesschau für Holstein und Jersey gab es auf der Austrian Dairy Show auch noch hochwertige Elitekollektionen der Rassen Braunvieh, Fleckvieh, Grauvieh und Pinzgauer. Beim Braunviehbewerb kürte der Tiroler Preisrichter Gerhold Riedl die Vigor-Tochter Tanja von Georg Schneider aus Egg (Vbg.) zur Gesamtsiegerin. Den Reservesieg holte sich die Jongleur-Töchter Kränzli von Hansjörg Taxacher aus Fügen vor der Jongleur-Tochter Memphis von Hermann Knapp aus Weerberg, welche auch zur besten selbstgezüchteten Braunviehkuh der Schau ausgezeichnet wurde. Gesamteutersiegerin bei Braunvieh wurde die Jongleur-Tochter Wali aus dem Betrieb Georg Nigsch aus Sonntag, vor der Vigor-Tochter Tanja von Schneider Georg, aus Egg.
Bei den Rassen Grauvieh stellte Daniel Gisler Lissi (Setho) von Markus Hartmann aus Dünserberg (Vbg.) und bei den Pinzgauern Munter (Rat) von der landwirtschaftlichen Fachschule Bruck an die Spitze.

Mit großer Spannung wurde der Fleckviehbewerb von vielen Besuchern verfolgt. Trotz der Tatsache, dass nur steirische Tiere dabei waren, galt diese Konkurrenz für viele als Gradmesser zur bevorstehenden Bundesfleckviehschau am 1. und 2. April in Maishofen. Zum Champion erklärte Erhart Junker die Inros-Tochter Tina von Engelbert Sitka aus Miesenbach bei Birkfeld vor der Ödstein-Tochter Bruni von Maria und Heinrich Eichberger aus St. Margarethen bei Knittelfeld. Beide Kühe sind auch in Maishofen dabei und werden dort laut Experten eine vielbeachtete Rolle in der Siegerauswahl haben.

 

Champions Austrian Dairy Show:

 

Bundesjungzüchter-Championat:

 

Vorführen:

Junior: Simon Fink aus Lauterach mit ELENA V: David (Vbg.)

Senior: Kathrin Garzaner aus Fritzens mit RAINBOW V: Solomon (T)

 

Typbewerb:

Braunvieh: CHANEL (Jongleur) von Lukas Taxacher aus Fügen (T)

Fleckvieh: GABRIELA (Serano) von Hubert Werlberger aus Wörgl (T)

Fleckvieh x RH: ALMA (Incas Red) von Katrin Künig aus Bruck am Ziller (T)

Fleischrinder: TORINA PSS (Oliver PSS) von Florian Haider aus Ellbögen (T)

Grauvieh: FLAMME (Nuselo) von Daniel Dichtl aus Nassereith (T)

Holstein: DOLLY (Ladd P Red) von Thomas Ulbing aus Villach (Ktn.)

Jersey: RAZZIA (Primero) von Simon Geisler aus Kolsassberg (T)

Pinzgauer: MELLY (Loris) von Anna Schmiederer aus Saalfelden (Sbg.)

Bundesschulbewerb: LFS Goldbrunnhof (Ktn.)

 

Dairy Grand Prix Austria

 

Bundesholsteinschau:

Grand- und Intermediatechampion: REGALE (Artes) von Rupert Wenger aus Maishofen (Sbg.)

Reservegrand- und Seniorchampion: ROYAL (Atwood) von Wenger, Kronberger und Hartl aus Maishofen (Sbg.)

Honorable Mention,  und Beste selbst gezüchtete Kuh, Seniorreserve und Gesamteuterchampion: ROSALINA (Joyboy Red) von PG Sprenger aus Fügen (T)

Reserve Intermediate und Reserve Euterchampion:NAOMI (Yorick) von Ulrich Kopf aus Mäder (Vbg.)

Juniorchampion: Jomagro GC HAZIENDA (Gold Chip) von Margit Großpötzl aus Sigharting (OÖ)

Juniorreserve: GOLDSTERN (Gold Chip) von Ulrich Kopf aus Mäder (Vbg.)

Junior Euterchampion: ROYALITY (Sid) von Josef Garzaner aus Fritzens (T)

Bundesländersieger: Salzburg

 

Bundesjerseyschau:

Juniorchampion: MISS TEQUILA (Tequila) von Christoph Borg aus Beschling (Vbg.)

Seniorchampion: HAILEY (Tequila) von Johann Hirschhuber aus Weerberg (T)

 

Braunvieh:

Grandchampion: TANJA (Vigor) von Georg Schneider aus Egg (Vbg.)

Reserve Grandchampion: KRÄNZLI (Jongleur) von Hansjörg Taxacher, Fügen

Honorable Mention und Beste selbst gezüchtete Kuh: MEMPHIS (Jongleur) von Hermann Knapp, Weerberg;

Gesamteuterchampion: WALI (Jongleur) von Georg Nigsch, Sonntag

 

Fleckvieh:

Champion: TINA (GS Inros) von Engelbert Sitka aus Miesenbach bei Birkfeld (Stmk.)

 

Grauvieh:

Champion: LISSI (Setho) von Markus Hartmann aus Dünserberg (Vbg.)

 

Pinzgauer:

Champion: MUNTER (Rat) von LFS Bruck (Sbg.)

 

Der Grandchampiontitel geht an WFD ART Regale von Wenger Rupert und Martin Rübesam aus Salzburg!!

Grand Champion WFD ART REGALE

Juniortypchamion bei der Rasse Jersey wurde RAZZIA von Alois Geisler aus Tirol!

RAZZIA, V. Primero Download

Bestes Holsteintyptier kommt aus Kärnten!! DOLLY, V. Ladd Red von Ulbing Thomas aus Villach

Dolly wurde bestes Typtier beim JZ-Wettbewerb

Die überragende Atwood-Tochter PRINCESS von Familie Frank Adam aus Paternion erreichte den 5. Platz!

Atwood Princess von Frank Adam FANNI vom Betrieb Jöbstl Heinz aus Guttaring war die Kuh mit den meisten Kälbern (9!!) auf der Schau und wurde 5.!!

ZAR-KUHRIER Ausgabe 02/2017

Ankaufsbeihilfe für weibliche Zuchtrinder

Die Ankaufsbeihilfe für weibliche Zuchtrinder auf Versteigerungen und Ab- Hof Ankäufe läuft auch 2017 weiter. Diese Fördermaßnahme soll dazu beitragen, die genetische Qualität in den rinderhaltenden Betrieben in Kärnten zu verbessern. Gemäß den Bestimmungen der Kärntner Land- und Forstwirtschaftsförderungsrichtlinie und des entsprechenden Durchführungserlasses gelten die nachstehend angeführten Förderbedingungen:
 

  • Förderbar ist der Ankauf von weiblichen Zuchtrindern der Kategorien Kühe, Erstlingskühe und trächtige Kalbinnen der Rassen Fleckvieh, Holstein-Friesian, Braunvieh, Pinzgauer und Jersey.
  • Der Ankauf kann über Versteigerungen oder ab Hof erfolgen, wobei die angekauften Tiere von einem Kärntner Zuchtbetrieb stammen und in einem Zuchtbuch einer anerkannten Zuchtorganisation eingetragen sein müssen.
  • Bei Ankauf auf Versteigerungen muss der Ankauf über eine Zuchtrinderversteigerung in St. Donat, Leoben-Traboch, Greinbach oder Lienz und bei Pinzgauern in Maishofen erfolgen.
  • Die angekauften Tiere müssen den Verkaufsklassen I und II gemäß den Vermarktungsrichtlinien des jeweiligen Marktortes entsprechen.
  • Bei Ab-Hof-Ankäufen darf das Tier zum Zeitpunkt des Ankaufs maximal 5 Jahre alt sein und die Milchleistung des Tieres (bei Kühen) bzw. die Milchleistung der Mutter des Tieres (bei Erstlingskühen und trächtigen Kalbinnen) muss folgenden Mindestkriterien, bezogen auf Fett- und ­Eiweiß-kg, entsprechen:

  • Rasse

    1.Laktation

    Ø aus 2 und mehr Laktationen

    Fleckvieh

    490

    545

    Holstein- Friesian

    580

    650

    Braunvieh

    520

    580

    Pinzgauer

    360

    420

    Jersey

    420

    495


  • Der Nettoankaufspreis muss mindestens 1.400 Euro pro Tier betragen. Die Förderhöhe beträgt 200 Euro pro Tier, wobei je Betrieb und Jahr maximal 2 Tiere gefördert werden können.
  • Als Förderungswerber kommen natürliche und juristische Personen in Betracht, die im Bundesland Kärnten einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften.
  • Die Abwicklung erfolgt durch die Landwirtschaftskammer Kärnten, wobei den Förderwerbern die Förderungsanträge zugesandt werden und vom Förderwerber bei Ab-Hof-Ankäufen ein entsprechender Zahlungsbeleg beigebracht werden muss.

Es wird darauf hingewiesen, dass bei Ab-Hof-Ankäufen beim jeweiligen Zuchtverband eine entsprechende Meldung erforderlich ist, damit für das angekaufte Tier ein Abstammungsnachweis ausgestellt werden kann (Fördervoraussetzung).

Für allfällige Fragen im Zusammenhang mit der Ankaufshilfe für weibliche Zuchtrinder stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.

Tel. 04258-238

Blauzungenkrankheit

Blauzungenkrankheit – das ist zu beachten! Nachdem am 22.12.2016 in Kärnten ein neuer Ausbruch von Blauzungenkrankheit bestätigt wurde, ist das gesamte Landesgebiet per Verordnung zur Sperrzone erklärt worden. Damit gelten strikte Auflagen für das Verbringen von Rindern, Schafen und Ziegen.

Neben dem vor Weihnachten bei einem Rind im Bezirk Klagenfurt (Wölfnitz) festgestellten Fall der Blauzungenkrankheit, Serotyp 4 (BTV-4), sind mittlerweile auch vier Fälle im Bezirk St. Veit an der Glan (Deutsch Griffen) nachgewiesen worden. Es ist aufgrund der räumlichen Distanz der Fälle somit davon auszugehen, dass Kärnten diesmal breitflächig von der Blauzungenkrankheit betroffen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass in nächster Zeit noch weitere Fälle festgestellt werden, ist damit recht hoch. Insofern war die Entscheidung der Behörden, ganz Kärnten zur Sperrzone zu erklären, jedenfalls berechtigt und richtig, auch wenn die Konsequenzen dieser Entscheidung sehr weitreichend sind. Am gravierendsten sind zunächst die Auswirkungen auf den Viehverkehr.

 

Handel in freie Gebiete nur mit Auflagen

Der Grundsatz lautet hierbei, dass empfängliche Tierarten (Rinder, Schafe, Ziegen, etc.) zwar innerhalb derselben Sperrzone (BTV-4) frei verbringbar, für ein Verbringen aus der Sperrzone in ein freies Gebiet aber strikte Auflagen einzuhalten sind. Für den Handel innerhalb Kärntens, aber auch in die anderen Sperrzonen in Österreich (Teile der Steiermark, Teile Niederösterreichs, das ganze Burgenland), sowie Sperrzonen im Ausland (Norditalien), sind also keine Einschränkungen gegeben. Hinsichtlich des Verbringens in freie Gebiete in Österreich, aber auch ins freie Gebiet im Ausland, hingegen schon. Hierbei ist vornehmlich zu unterscheiden, ob es sich um Schlachttiere, oder Zucht- und Nutztiere handelt. Schlachttiere können, wenn am Betrieb in den letzten 30 Tagen kein Fall von Blauzungenkrankheit aufgetreten ist, aus der Sperrzone in freies Gebiet verbracht werden, wenn die zuständige Behörde des Versendeorts die geplante Verbringung der Tiere der zuständigen Behörde des Bestimmungsortes mindestens 48 Stunden vor der Verladung der Tiere meldet. Darüber hinaus müssen die Tiere innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft am Bestimmungsschlachthof geschlachtet werden. Für Zucht- und Nutztiere gibt es neun Optionen bzw. Ausnahmen, die es trotz generellem Verbot erlauben, die Tiere aus der Sperrzone in freies Gebiet zu verbringen (siehe Schema zur Verbringung empfänglicher Tiere). Grundsätzlich gilt hierbei, dass nur Tiere mit einem aufrechten Impfstatus ohne Einschränkungen verbracht werden können.

 

Impfempfehlung bleibt aufrecht

Daher halten die Landwirtschaftskammer Kärnten, die kärntnerrind ZVB eGen, der Kärntner Holstein Verband und die BVG Kärntner Fleisch an ihrer bereits im Vorjahr ausgegebenen Impfempfehlung fest. In diesem Zusammenhang muss nochmals eindringlich darauf hingewiesen werden, dass die durchgeführten Impfungen unbedingt beim Viehverkauf am Lieferschein eingetragen werden müssen. Für all jene Betriebe, die bislang ihre Tiere noch nicht geimpft haben, öffnet sich mit 01.02.2017 ein kurzes Zeitfenster, das es erlaubt, Tiere auch ohne Untersuchung oder Impfung in freies Gebiet zu verbringen. Dies ist in der vektorfreien Zeit, sobald diese 60 Tage in Kraft ist (ab 01.02.2017), bis zu deren Ende möglich. In Anbetracht der Komplexität der Verbringungsregeln nochmals der Hinweis auf die Anordnung der Veterinärabteilung des Landes Kärnten, dass vor dem Verbringen von Tieren in ein freies Gebiet mit dem Amtstierarzt Kontakt aufzunehmen ist. Hinsichtlich der langfristigen Konsequenzen des Auftretens der Blauzungenkrankheit in Kärnten muss zunächst einmal auf die EU VO 1266/2007 Bezug genommen werden. Hierin ist festgehalten, dass eine Sperrzone erst dann wieder aufgehoben werden kann, wenn nachgewiesen wurde, dass in dieser Zone zwei Jahre keine Viruszirkulation stattgefunden hat, also kein Fall nachgewiesen wurde. Im günstigsten Fall kann Kärnten - nach derzeitiger Rechtslage – demnach erst wieder in zwei Jahren BTV-4 freies Gebiet werden. Die Praxis (z.B. Frankreich) hat jedoch gezeigt, dass ohne ausreichende Durchimpfungsrate (mind. 80 Prozent der Population), eine Unterbrechung der Viruszirkulation kaum zu erreichen ist. Ob und wann Kärnten wieder freies Gebiet wird, hängt damit wesentlich davon ab, wie viele Landwirte ihre Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen.

Neben den Handelsbeschränkungen und damit Handelsrisiken sollte bei der Entscheidung „Impfung ja oder nein“ immer auch berücksichtigt werden, dass es sich bei der Blauzungenkrankheit tatsächlich um eine Krankheit handelt und mit einer Infektion erhebliches Tierleiden auftreten kann. Bei den Rindern treten zwar meist keine klinischen Symptome auf, aber insbesondere bei den Schafen werden aus Italien doch sehr schwere Krankheitsverläufe gemeldet. Die eigenen Tiere davor zu bewahren, sollte in all den Überlegungen zur Impfung nicht nachrangig bewertet werden. Die Bedingungen für die BTV-4-Impfung, wie sie im Vorjahr vereinbart wurden, sind hierbei nach wie vor aufrecht. Der Impfstoff wird aus Mitteln des Tierseuchenfonds vom Land Kärnten zur Verfügung gestellt. Die Anmeldung zur Impfung erfolgt über den Betreuungstierarzt.

Die Empfehlung für die Impftarife (Honorar für die tierärztliche Tätigkeit) lautet: je Impfdurchgang eine Betriebspauschale von 36 € (inkludiert 3 Tiere) und 2,40 € je weiterem Tier.


Das Schema zur Verbringung finden sie hier 

Autor: Dipl.-Ing. Franz Augustin - LK - Kärnten

Tiroler Jerseyrind gewinnt Swiss Expo

Sensationell gewann Thomas Geisler aus Kolsassberg mit seinem Jerseyrind RAZZIA (V: Primero) bei der dieses Wochenende in Lausanne (Schweiz) stattfindenen Swiss Expo den Titel bei den Jerseyrindern. Preisrichter war der bekannte Schweizer Experte Marc Henri Guillaume. Fast 40 Tiere aus der Schweiz, Frankreich und Österreich nahmen an diesem hochkarätigem Wettbewerb der Jerseyrinder teil. Umso höher ist dieser Erfolg auch zu bewerten, hat sich doch die Swiss Expo zu der bedeutendsten Rinderschau Europas heraus kristallisiert. Über 1.000 Kühe und Rinder der acht wichtigsten Milchrassen aus mehreren europäischen Ländern - u. a. Frankreich, Deutschland, Belgien, Österreich, Italien und Luxemburg – nehmen teil.

Von der Schau wird live berichtet unter:

https://www.schweizerbauer.ch/tiere/austellungen/swiss-expo-2017-live-aus-lausanne-32892.html

Neues Projekt „KuhVision" für Holsteins

Holstein Austria hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, am Gemeinschaftsprojekt der deutschen Holsteinzucht KuhVision teil zu nehmen. Im KuhVision wird eine umfassende Datenenerhebung für neue Merkmale im Bereich der Tier- und Klauengesundheit durchgeführt. Dieses Projekt bringt für die Betriebe Vorteile in der frühzeitigen Selektion.



Das Projekt KuhVision – Die österreichische Holsteinzucht ist gefordert

Erste Erfahrungen aus Baden-Württemberg
Im Sommer 2016 ist das Projekt KuhVision der deutschen Zucht- und Besamungsorganisationen an mit dem Ziel den Start gegangen, eine Kuh-Lernstichprobe für die Holsteinzucht aufzubauen. Auf Grund der Mitgliedschaft beim DHV und der Durchführung der Zuchtwertschätzung in Verden sind auch die Holsteinorganisationen aus Luxemburg und Österreich aufgefordert, am Projekt KuhVision aktiv mitzuwirken. Die Kuh-Kernstichprobe soll innerhalb der nächsten 3 Jahre auf insgesamt 150.000 genomisch typisierte Kühe erweitert werden. Auch die Rinderunion Baden-Württemberg beteiligt sich an diesem Projekt. Die Kuh-Lernstichprobe soll als Absicherung der bisherigen Bullenlernstichprobe dienen und wird in Zukunft mit dieser kombiniert. Dadurch werden die Sicherheiten der Zuchtwerte der „alten“ Merkmale auf hohem Niveau gehalten. Zusätzlich bietet die Kuh-Lernstichprobe die einmalige Gelegenheit, Zuchtwerte für neue Merkmale mit annehmbaren Sicherheiten zu schätzen. Dazu sollen insbesondere die Beobachtungen der Landwirte und Tierärzte zur Fruchtbarkeit, Eutergesundheit, Stoffwechselstabilität und Klauengesundheit beitragen, die elektronisch erfasst und in der Zuchtwertschätzung genutzt werden sollen. Die Holsteins sollen dadurch leistungsfähiger, robuster und fitter gemacht werden. Eine Voraussetzung für das Funktionieren der Kuh-Lernstichprobe ist, dass komplette Herden typisiert werden. Denn eine Verzerrung durch die Konzentration auf Top-Vererberinnen muss vermieden werden. Außerdem muss dem Landwirt ein Nutzen durch die Typisierung der Kühe sowie das Erfassen neuer Merkmale entstehen, um das Projekt auch langfristig tragfähig zu machen.

Vorteile für die Betriebe
Um den genannten Voraussetzungen gerecht zu werden haben die deutschen Zucht- und Besamungsorganisationen ein Paket geschnürt, das es den Landwirten ermöglicht, Informationen aus der genomischen Typisierung lohnend für das Herdenmanagement zu nutzen. Im Zentrum steht dabei das eigens durch die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung w. V. (vit) eingerichtete Online-Portal NETRINDgenom. Über dieses Webportal erhalten KuhVision-Teilnehmer Zugriff auf ihre Tiere. NETRINDgenom beinhaltet alle genomischen Zuchtwerte der Herde, einschließlich des kompletten Linearprofils   und dies bereits für Kuhkälber. Des Weiteren gibt NETRINDgenom Auskunft über die genetischen Merkmale der Rinder des Betriebs. Der Landwirt weiß nun, ob ein Tier Träger eines genetischen Defekts, wie beispielsweise der Holstein-Haplotypen 1 bis 5, ist. Auch werden die vorliegenden Varianten des Kappa und Beta Kaseins, des Hornstatus und des Rotfaktors angegeben. Als zusätzlicher Service wird eine Abstammungssicherung durchgeführt. Die im Online-Portal NETRINDgenom enthaltenen genomischen Daten können so effektiv für die innerbetriebliche Selektion eingesetzt werden. Die Anpaarung kann auf Basis der genomischen Zuchtwerte gezielter und unter der Berücksichtigung der Stärken und Schwächen des Einzeltieres durchgeführt werden. Für die Baden-Württemberger Landwirte war insbesondere dieser Aspekt des Projektes für die Entscheidung zur Teilnahme an KuhVision ausschlaggebend, wie die bisherigen Rückmeldungen zeigen. Der Zuchtfortschritt der teilnehmenden Betriebe wird durch die gezielte genomische Anpaarung optimiert. Kühe, die den Ansprüchen des Betriebs an die Genetik nicht entsprechen, können mit einer Fleischrasse besamt oder als Embryoträgertiere eingesetzt werden. Auch die erhobenen Gesundheitsdaten sollen den Betrieben zukünftig Vorteile bieten. Sie werden in Gesundheitsrückberichten an die Landwirte zusammengefasst und so ebenfalls der Optimierung des Herdenmanagements zu Gute kommen.

KuhVision – Die Logistik
Deutschlandweit nehmen jetzt schon über 380 Milchviehbetriebe an KuhVision teil und es wurden bis Herbst 2016 bereits von mehr als 18.000 weiblichen Tieren genomische Zuchtwerte in die Genomdatenbank eingepflegt. Allein aus Baden-Württemberg kommen dabei 47 Betriebe, über 3.500 Gewebeproben weiblicher Holstein-Rinder wurden aus dem Südwesten an das Berliner Labor zur Analyse geschickt. Sobald sich ein Betrieb für eine Teilnahme an KuhVision entschieden hat, schnürt er zusammen mit seiner Zuchtorganisation ein Leistungspaket, das individuell auf ihn zugeschnitten ist. Die anteilig durch den Landwirt getragen Kosten an der Typisierung entsprechen dabei dem Merkmalsumfang, der auf dem Betrieb erfasst wird. Aktuell betragen die Kosten für Betriebe die am Projekt KuhVision teilnehmen für den genomischen Zuchtwert eines Tieres (Typisierungskosten + Kosten für die Zuchtwertschätzung) ca. € 35.-- netto. Ist der Vertrag unterschrieben, erfolgt die Freischaltung des Betriebes in der Datenbank des vit. Hinter dem Projekt KuhVision steht ein enormer logistischer Aufwand. Für alle auf dem Betrieb gemeldeten weiblichen Rinder, von der Jungkuh bis zum Kuhkalb, wird durch die Freischaltung automatisch die Produktion einer Ohrmarke zur Beprobung ausgelöst. Beim Einziehen der Ohrmarken bei der Ersttypisierung wird der Landwirt dabei von Mitarbeitern der Zuchtorganisation unterstützt. In der Folgezeit wird dem Landwirt nach jeder Geburtsmeldung in HI-Tier Ohrenmarken im 2-Wochen-Rhythmus zugeschickt. Die Proben werden mittels beigelegter, frankierter Versandtasche ins Labor nach Berlin zur SNP-Typisierung geschickt. Die Zuchtwertschätzstelle vit verarbeitet die genomischen Informationen weiter. Die Daten aus der Erfassung der Tiergesundheit werden i.d.R. durch den Landeskontrollverband des jeweiligen Bundeslandes zusammen mit den Ergebnissen der Milchleistungsprüfung übermittelt. Außerdem wird für Erstkalbinnen eine Exterieurbewertung durchgeführt, in Baden-Württemberg erfolgt dies durch die Mitarbeiter des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg. Beim vit werden alle diese Daten zentral gebündelt und ausgewertet. Einmal im Monat werden dann die Zuchtwerte neu erfasster Tiere in das Webportal NETRINDgenom eingepflegt und stehen dem Landwirt zur Verfügung.

Erstes Fazit
In das Projekt KuhVision sind neben den Zucht- und Besamungsorganisationen und dem vit auch zahlreiche weitere Akteure eingebunden. Zusammen wurde eine Infrastruktur für die Kuh-Lernstichprobe aufgebaut, die neuen züchterischen und gesellschaftlichen Ansprüchen an die Holsteinzucht gerecht wird. Darüber hinaus wurde das Dienstleistungsspektrum im Bereich der Rinderzucht erweitert. Die Kuh-Lernstichprobe wird dabei durch die Betriebe in ganz Deutschland getragen. Die Milchviehhalter investieren wertvolle Zeit, um Daten zu den wichtigen neuen Merkmalen zu erheben. Diese kommen   über neue Gesundheitszuchtwerte für Holstein-Bullen   letztendlich allen Holstein-Haltern zu Gute. Durch KuhVision liegt also ein wesentlicher Bestandteil der Holsteinzucht wieder in den Händen der Landwirte. Nicht zuletzt soll dadurch die bäuerliche Rinderzucht nachhaltig aufgewertet und gestärkt werden. 

Umsetzungsschritte Österreich
Meldung interessierter Betriebe bis 20. Jänner 2017 bei den jeweiligen Landesorganisationen und anschließend Durchführung einer österreichweiten Informationsveranstaltung Mitte Februar 2017.

Milchleistungsjahresabschluss 2015/2016

LEISTUNGSBERICHT 2016

 

HOLSTEIN

Die 6.124 Holstein – Herdbuchkühe in Kärnten, erreichten im abgelaufenen Kontrolljahr 2015/16 bei 5.042 Vollabschlüssen, eine Durchschnittsleistung von:

8.951 Mkg  4,11 F%  367 Fkg  3,31 E%  296 Ekg  =  664 F+Ekg

Die Leistungsveränderung im Kontrolljahr beträgt:

+ 158  Mkg   -0,02 F%   +4 Fkg   +0,03 E%   +8 Ekg =   +13 F+Ekg

 

Die Durchschnittsleistung der 1.504 Erstlingskühe beträgt:

8.085 Mkg  4,03 F%  326 Fkg  3,32 E%  269 Ekg  =  595 F+Ekg

Die Leistungsveränderung der Erstlingskühe im Kontrolljahr beträgt:

+ 146 Mkg    -0,01 F%   +5 Fkg   +0,04 E%   +8 Ekg =   +13 F+Ekg

 

 

JERSEY

Die 152 Jersey - Herdbuchkühe in Kärnten erreichten im abgelaufenen Kontrolljahr 2015/16, bei 112 Vollabschlüssen eine Durchschnittsleistung von:

 6.170 Mkg  5,32 F%  328 Fkg  3,99 E%  246 Ekg  =  574 F+Ekg

Die Leistungsveränderung der Jerseykühe im Kontrolljahr beträgt:

+101 Mkg   -0,04 F%   +3 Fkg   -0,03 E%   +2 Ekg =   +5 F+Ekg

Gesamttypsieg Holstein und Gesamtvorführsieg geht wieder nach Kärnten!!!

Erfolgreiche Jungzüchterschau in St.Lorenzen

 

Dass die Rinderzucht in Südtirol auf großes Interesse stößt, hat die Veranstaltung vom 12. und 13. November in beeindruckender Manier bewiesen. In der festlich aufgemachten Versteigerungshalle, die bis zum letzten Platz gefüllt war, wechselten 21 Tiere der Rassen Holstein, Grauvieh und Pinzgauer, sowie 6 Embryonenpakete zu ansehnlichen Preisen den Besitzer. Die Verkaufstiere waren einer strengen Vorselektion unterzogen, was dann selbstverständlich auf beste Qualität schließen ließ.

Angeboten wurden Jungrinder, trächtige Kalbinnen bis hin zu laktierenden Jungkühen. Starauktionator Alfred Possegger aus Kärnten hatte leichtes Spiel, die Tiere an den Mann zu bringen. Die Durchschnittspreise bei der Holsteinrasse lagen bei 2.888,00 €, bei der Grauviehrasse bei 3.044,00 € und Pinzgauer kosteten im Durchschnitt 2.567,00 €. Den Top-Preis mit 4.400,00 € erzielte eine trächtige Kalbin der Grauviehrasse. Das wuchtige, mit besten Abstammungsdaten versehene Tier wechselte zu einem Betreib nach Deutschnofen.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Jungzüchter, wobei sich an diesem Tag auch die Fleckvieh-Jungzüchter dazugesellten. Wie üblich werden an dieser Schau nur Jungtiere ausgestellt und auch die Züchterkollegen aus Salzburg, Kärnten und Osttirol zur Teilnahme eingeladen. 29 Pinzgauer-, 24 Fleckvieh-, 17 Holstein- und 16 Grauviehtiere wurden in kleinen Gruppen alternierend vorgeführt. Mit dem Preisrichten war Frau Andrea Uhrig aus Sulzberg bei Frankfurt betraut worden, die ihre Aufgabe souverän löste. Neben dem besten Typ-Tier wurde auch jener Vorführer prämiert, der mit seinem Tier das eingespielteste Team bildete. Die Preisrichterin legte dabei größten Wert darauf, dass der Vorführer ihren Anweisungen Folge leistete und dass sich das Tier problemlos vom Vorführer beherrschen ließ. Die Siegertiere jeder Gruppe nahmen am Typ-Finale teil. Es war für jeden Züchter ein Leckerbissen, die jeweiligen Gruppensieger eines Rassenblocks vereint im Ring zu sehen, wie Mensch und Tier sich um den Sieg bemühten. Auch im Finale um den Tagessieg des Vorführens gaben die Jungzüchter ihr Bestes. Preisrichtern Andrea Uhrig, welche sich im Rahmen dieser Aufgabe nun auch bestens in die Grauvieh- und Pinzgauerrasse eingelernt hat, hatte zum Abschluss nur lobende Worte für die teilnehmenden Jungzüchter übrig. Bemerkenswert war auch, dass bis zur Proklamation des letzten Siegers, die Ränge der Versteigerungshalle bis auf den letzten Platz gefüllt blieben.

Die Jungzüchter des Pustertales haben in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Rinderzuchtverband wieder aufs Neue ein Zeichen gesetzt, dass die Milchviehzucht auch weiterhin eine große Anzahl an Jungbauern begeistern kann und weiterhin auch der Garant ist, ein Einkommen für ihre Familien zu erwirtschaften.

 

Herbert Lang

 

ERGEBNISLISTE IM ANHANG!

 

Jetzt auch Zuchtwerte für Jersey

Die Jersey-Population ist in Österreich mit rund 1000 Herdebuch-Kühen in gut 300 Betrieben sehr klein. Seit der August-Zuchtwertschätzung gehen die Daten der österreichischen Jersey-Kühe in die deutsche Zuchtwertschätzung, die vom VIT Verden (Niedersachsen) durchgeführt wird, ein. Dadurch können jetzt erstmals offizielle Zuchtwerte für Jersey-Kühe und Stiere zur Verfügung gestellt werden. Die Zuchtwertschätzung erfolgt weitgehend gleich wie bei der Rasse Holstein, allerdings gibt es keine Exterieur-Zuchtwerte und auch keinen Gesamtzuchtwert (RZG). Außerdem wurde noch keine genomische Zuchtwertschätzung implementiert.
Die Zuchtwertschätzung für Milchleistungsmerkmale und Zellzahl (RZS) wird mit einem Testtagsmodell durchgeführt, wobei im Milchwert (RZM) die Fett- und die Eiweißmenge im Verhältnis 1 : 6 gewichtet werden. Weiters werden für Nutzungsdauer (RZN), Fruchtbarkeit (RZR) und die Kalbemerkmale (paternal/direkt: RZKd, maternal: RZKm) Zuchtwerte geschätzt und veröffentlicht. Die Zuchtwerte, der in Österreich eingesetzten Besamungsstiere, sind in der ZAR/ZuchtData-Zuchtwert-Datenbank (www.zar.at/zwdb/) zu finden. Somit stehen den Jersey-Züchtern jetzt neue Möglichkeiten zur Selektion offen!

Dr. Christian Fürst, ZuchtData

Senta EX-90, Z.u.B. Erwin Possegger

Neues Spermaprogramm 2016/2017 online!

Der neue Stierkatalog 2016/17 wurde erstellt und wird demnächst an alle Züchter per Post zugesandt. Vorab kann das Stierangebot unter Besamung online durchstudiert werden.

Für weitere Fragen, Anpaarungsempfehlungen usw. stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit Beart steht der höchste Fundamentsvererber (140) zur Verfügung.

BEART COMO
Mogul P-Red

Holstein Austria Sommertagung in Vorarlberg

Noch unter Einfluss des größten Erfolges der österreichischen Rinderzucht auf der Holstein-Europaschau fand in Brand in Vorarlberg die Holstein Austria Sommertagung statt. Passend zum großen Erfolg, wo die Vorarlberger Holsteinkuh NAOMI von Ulrich Kopf aus Mäder, den Vizeeuropameistertitel bei den Jungkühen erreichte konnten Obmann Hermann Gruber und Geschäftsführer Hans Terler einen äußerst positiven Nachbericht den Delegierten aus den Bundesländern abliefern. Bei der Tagung wurden auch die zukünftigen Herausforderungen im Vermarktungsbereich analysiert und besprochen. Aufgrund der sehr unklaren Verhältnisse im Veterinärbereich ist hier eine Einschätzung sehr schwierig.

Beschlossen wurde zudem, dass man die Möglichkeit einer Teilnahme am Gemeinschaftsprojekt der deutschen Holsteinzucht KuhVision prüfen soll. Im KuhVision wird eine umfassende Datenenerhebung für neue Merkmale auch im Bereich der Tier- und Klauengesundheit durchgeführt. Dieses Projekt sollte für die Betriebe dann Vorteile in der frühzeitigen Selektion geben.

Im Rahmen der Tagung wurde auch der Gemeinschaftsbetrieb von Meyer, Meyer und Schedler mit rund 60 Milchkühe (jeweils 50 % Holstein und Braunvieh) besichtigt. Am zweiten Tag fand zudem die Besichtigung des größten Pumpkraftwerkes in Vorarlberg KOPS II in Gaschurn-Partenen statt.

Jungzüchterprofi- Neustart im Herbst 2016

Das sehr erfolgreiche Ausbildungsprogramm "Jungzüchter Profi" startet im Herbst 2016 wieder neu.


Es werden dabei folgende Schwerpunkte durchleuchtet bzw. bearbeitet.

  •  Agrarpolitik, Rhetorik, Funktionärsschulung, Öffentlichkeitsarbeit
  •  Zuchtarbeit, Tierernährung, Kuhsignale, Herdenmanagement u. Tiergesundheit
  •  Exterieurbeurteilung, Preisrichten, Styling u. Tiervorführung
  •  Betriebsbesichtigungen u. österreichweite Vernetzung von JungzüchterInnen

Genaue Details zu den Modulen und Anmeldung finden Sie im Dateianhang.

Ankaufsbeihilfe für Zuchtrinder

Die Ankaufsbeihilfe für weibliche Zuchtrinder auf Versteigerungen wird nun auf Drängen von LK-Präsident Mößler auf Ab-Hof-Ankäufe ausgeweitet. Die Förderaktion gilt ab 1. Juni 2016. Diese Fördermaßnahme soll dazu beitragen, die genetische Qualität in den rinderhaltenden Betrieben in Kärnten zu verbessern. Gemäß den Bestimmungen der Kärntner Land- und Forstwirtschaftsförderungsrichtlinie und des entsprechenden Durchführungserlasses gelten die nachstehend angeführten Förderbedingungen:
 

    • Förderbar ist der Ankauf von weiblichen Zuchtrindern der Kategorien Kühe, Erstlingskühe und trächtige Kalbinnen der Rassen Fleckvieh, Holstein-Friesian, Braunvieh, Pinzgauer und Jersey.
    • Der Ankauf kann über Versteigerungen oder ab Hof erfolgen, wobei die angekauften Tiere von einem Kärntner Zuchtbetrieb stammen und in einem Zuchtbuch einer anerkannten Zuchtorganisation eingetragen sein müssen.
    • Bei Ankauf auf Versteigerungen muss der Ankauf über eine Zuchtrinderversteigerung in St. Donat, Leoben-Traboch, Greinbach oder Lienz und bei Pinzgauern in Maishofen erfolgen.
    • Die angekauften Tiere müssen den Verkaufsklassen I und II gemäß den Vermarktungsrichtlinien des jeweiligen Marktortes entsprechen.
    • Bei Ab-Hof-Ankäufen darf das Tier zum Zeitpunkt des Ankaufs maximal 5 Jahre alt sein und die Milchleistung des Tieres (bei Kühen) bzw. die Milchleistung der Mutter des Tieres (bei Erstlingskühen und trächtigen Kalbinnen) muss folgenden Mindestkriterien, bezogen auf Fett- und ­Eiweiß-kg, entsprechen:

    • Rasse

      1.Laktation

      Ø aus 2 und mehr Laktationen

      Fleckvieh

      490

      545

      Holstein- Friesian

      580

      650

      Braunvieh

      520

      580

      Pinzgauer

      360

      420

      Jersey

      420

      495


    • Der Nettoankaufspreis muss mindestens 1400 Euro pro Tier betragen. Die Förderhöhe beträgt 200 Euro pro Tier, wobei je Betrieb und Jahr maximal 2 Tiere gefördert werden können.
    • Als Förderungswerber kommen natürliche und juristische Personen in Betracht, die im Bundesland Kärnten einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften.
    • Die Förderaktion startet mit 1. Juni 2016. Die Abwicklung erfolgt durch die Landwirtschaftskammer Kärnten, wobei den Förderwerbern die Förderungsanträge zugesandt werden und vom Förderwerber bei Ab-Hof-Ankäufen ein entsprechender Zahlungsbeleg beigebracht werden muss.

Es wird darauf hingewiesen, dass bei Ab-Hof-Ankäufen beim jeweiligen Zuchtverband eine entsprechende Meldung erforderlich ist, damit für das angekaufte Tier ein Abstammungsnachweis ausgestellt werden kann (Fördervoraussetzung).

Für allfällige Fragen im Zusammenhang mit der Ankaufshilfe für weibliche Zuchtrinder steht Ihnen das Tierzuchtreferat der Landwirtschaftskammer zur Verfügung.

 
Autor: Dipl.- Ing. Erwin Brunner

Größter Erfolg in der Geschichte der österreichischen Rinderzucht auf Holstein-Europaschau in Frankreich

Einen sensationellen Auftritt legte das EM-Team von Holstein Austria unter ihrem Teamchef Hans Terler auf der Holstein-Europaschau in Frankreich hin. Mit zehn Kühen – alle gezüchtet und geboren in Österreich - war man in Colmar dabei und mit NAOMI (Yorick) von Ulrich Kopf aus Mäder (Vorarlberg) holte erstmalig eine österreichische Kuh einen Gesamttitel. Sie wurde „Vizeeuropameisterin“ bei den Jungkühen und musste sich nur der Schweizerin C P P Aftershock PANDORA geschlagen geben. Preisrichter Markus Mock aus Deutschland stellte diese beiden Kühe an die Spitze aufgrund ihrer herausragenden Qualitäten in Euter, Fundament, Bewegung und Ausgeglichenheit.

Dieser Erfolg von NAOMI ist der größte Erfolg einer österreichischen Kuh auf internationalen Schauen überhaupt in der Geschichte der österreichischen Rinderzucht, ist doch die Holstein Europaschau die prestigeträchtigste und hochkarätigste Schau Europas. In etwa ist dieser Erfolg damit vergleichbar, wie wenn die österreichische Fußballnationalmannschaft bei der EM in Frankreich sich für die nächsten Runden qualifizieren würde. Nur zum Vergleich: Es gibt fast 10 Millionen Holsteinkühe in Europa, Österreich hat knapp 50.000 (= 0,5 %).

Den Erfolg komplettierte noch die Van-Gogh-Tochter ZAUBER aus dem Betrieb von Hermine und Josef Strohmayer aus Ardagger (NÖ). Sie holte in ihrer Gruppe mit Rang 3 den zweiten Stockerlplatz für Holstein Austria in Colmar. Weiters erfolgreich unter den Top 5 war noch die Fever-Tochter ScH MONALISA von Rupert Wenger aus Maishofen (Sbg.). Sie verfehlte mit Platz vier nur knapp das Podest. Ebenfalls knapp an der Erwähnung in der Ergebniszeremonie schrammten mit Platz sechs GOLDSTERN (Gold Chip) ebenfalls aus dem Betrieb von Ulrich Kopf, ROYAL (Atwood) von der Züchtergemeinschaft Hartl, Kronberger, Knittl-Frank, Wenger und Red Rocket (Vincent Red) von Elisabeth Riegler aus Langenwang (Stmk) vorbei.

Weitere Platzierungen untern den Top 10 erreichten noch MELODY (Delete) von Josef Garzaner aus Fritzens (T) als 7., RELE (Alliance) von Christoph und Alexander Gstöhl aus Dornbirn (Vbg.) als 9. und die beiden 10. DARINA (Jordan) von Franz-Egger-Riedmüller aus Fritzens (T) und GLORIA GRACE (Alexander) von Alois Bliem aus Neuberg (Stmk.).

 

Titel an Schweiz und Frankreich

Die Holstein-Europaschau war ein Länderkampf auf höchstem Niveau. Die rund 20.000 Besucher aus allen Teilen der Welt dokumentieren die enorme Bedeutung im internationalen Zuchtgeschehen. So sind diese Erfolge von Holstein Austria auf der Europaschau bedeutsam für die Vermarktung von österreichischem Zuchtvieh.
144 Kühe aus 12 Ländern und 31 Jungzüchter aus 17 Ländern nahmen an der Europaschau teil. Die Holstein-Europaschau ist damit die größte und wichtigste Schau Europas. So herrschte in der Arena in Colmar dann auch Länderkampfstimmung unter den tausenden Fans. Titelverteidiger Schweiz konnte seine Vormachtstellung weiter bestätigen. Bei den Red Holstein holte die Titelverteidigerin Suard-Red Jordan IRENE abermals den Titel vor Bobi Talent Lotanie. Preisrichter war der Spanier Jaume Serrabassa-Villa. Auch im Teambewerb war die Schweiz vor Frankreich bei den Red Holsteins erfolgreich. Bei den Holsteins konnte hingegen Frankreich den Spieß umdrehen und holte denkbar knapp mit einem Punkt Vorsprung den  Titel. Holstein Austria erreichte hier Rang 6.

Mit Galys-VRAY ging der Titel im Einzelbewerb dann aber doch wieder an die Schweiz. Reservechampion wurde wie schon 2013 AshlynVRAY Goldwyn aus Spanien. Beide Championskühe wurde in Frankreich auf dem gleichen Zuchtbetrieb VRAY an der Atlantikküste gezüchtet.

 

Mehr Info´s zur Schau gibt es auf www.facebook.com/rinderzucht.tirol

Stand Österreich
Reserve Junior Champion NAOMI, V. Yorick von Kopf Ulrich, Vorarlberg

ZAR-Kuhrier Ausgabe 7-2016

ZAR-Kuhrier Ausgabe 5-2016

Führungswechsel in der ZAR

Stefan Lindner folgt Anton Wagner als ZAR-Obmann nach

Anlässlich der ordentlichen Generalversammlung der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) wurde der Tiroler Stefan Lindner (39) von den Mitgliedern einstimmig zum neuen Obmann gewählt. Er folgt damit auf Anton Wagner, der nach über zehn erfolgreichen Jahren intensiver Obmannschaft aus privaten Gründen für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stand. Bundesminister DI Andrä Rupprechter verlieh dem ausscheidenden Obmann das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Begeisterter Rinderzüchter

Der neue ZAR-Obmann Stefan Lindner bewirtschaftet mit seinem jüngeren Bruder Andreas den „Schörgererhof“ in Oberndorf bei Kitzbühel. Auf dem über 400 Jahre alten Hof werden Pinzgauer Rinder gezüchtet. Derzeit umfasst die Betriebsgemeinschaft 50 Milchkühe mit Nachzucht in gentechnikfreier Bewirtschaftung. Die milchbetonte Zucht bildet die Basis für Milchprodukte, die größtenteils von der Tirol Milch und der Berglandmilch verarbeitet werden. Ein kleiner Teil wird in der hofeigenen Käserei zusammen mit Fleischprodukten und Destillaten angeboten. „Diese gelangen auch in den Kreislauf der Gastronomie, wodurch wiederum die Wertschöpfung gesteigert wird“, hebt Stefan Lindner hervor. Einen wichtigen Stellenwert haben für ihn auch die Hofführungen, wo in direktem Kontakt zu den Konsumentinnen und Konsumenten der landwirtschaftliche Alltag vermittelt werden kann.

Zum traditionsreichen Gut gehört außerdem ein 40 Hektar großer Wald, der mit einer Biomasseheizung sowohl das gesamte Schörgerergut als auch den Penzinghof, den Hotel- und Gastronomiebetrieb von Schwester Christine Lindner, versorgt. Die Brüder Lindner nehmen auch am Rinderqualitätsprogramm von Mc Donald´s teil und wurden im Herbst 2015 zur ersten „Rinder-Flagship Farm Österreichs“ ausgezeichnet.

„Nachhaltigkeit und Sorgfalt sind die wertvollsten Güter für die Zukunft. Die 24.000 Rinderzüchter in Österreich wirtschaften im Einklang mit der Natur, legen viel Wert auf Qualität und achten auf einen nachhaltigen Kreislauf in den natürlichen Gegebenheiten. Deshalb sind unsere heimischen bäuerlichen Familienbetriebe von den Konsumenten für ihre Leistungen entsprechend fair abzugelten“, so Stefan Lindner, der auch Obmann der Tirol Milch und Obmann-Stellvertreter der Berglandmilch ist.

Neue ZAR-Geschäftsführung und neuer Vorstand

Mit Obmann Anton Wagner verließ auch der seit 2003 tätige Geschäftsführer der ZAR, Mag. Franz Sturmlechner, die freiwillige Interessenvertretung. Er wechselt zur Futtermittelfirma Garant nach Pöchlarn (NÖ), die zum Raiffeisenkonzern gehört, wo er in unmittelbarer Nähe zu Ruprechtshofen seinen elterlichen Betrieb übernommen hat. Zum neuen Geschäftsführer der Rinderzuchtorganisation wurde DI Martin Stegfellner (27) bestellt, der bisher in dieser Funktion im Bundesverband für Schafe und Ziegen arbeitete. Der Oberösterreicher stammt aus einem Milchviehbetrieb in Ried in der Riedmark und absolvierte das Bachelorstudium Agrarwissenschaften sowie das Masterstudium Nutztierwissenschaften an der Universität für Bodenkultur mit Schwerpunkt Milchkuhhaltung.

Im Rahmen der Generalversammlung wurde auch der Vorstand, der sich aus 7 Personen zusammensetzt, neu gewählt: Neben Obmann Stefan Lindner wurden drei weitere Personen als Vertreter der Zuchtverbände berufen: Schon bisheriger ZAR-Obmann-Stv. Ing. Sebastian Auernig (ZAR-Obmannstellvertreter, Obmann FLECKVIEH AUSTRIA und kärntnerrind), Ing. Thomas Schweigl (Obmann BRAUNVIEH AUSTRIA) und Hermann Gruber (Obmann HOLSTEIN AUSTRIA). Als Vertreter der Landeskontrollverbände kam Leopold Buchegger (Obmann Landeskontrollverband Niederösterreich und NÖ Genetik Rinderzuchtverband), für die Landwirtschaftskammern Tierzuchtdirektor Dr. Thomas C. Jutz und für die Mitglieder der Besamungsdienstleister, DI Franz Kaltenbrunner (GF Rinderzuchtverband Oberösterreich) in den Vorstand.

Republik ehrt Ök.-Rat Anton Wagner

An der Generalversammlung nahmen auch Bundesminister DI Andrä Rupprechter und der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Präs. Ing. Hermann Schultes, teil. Beide Politiker würdigten die Arbeit der ZAR als verlässliche Plattform für den Dialog zwischen Bauern und Agrarpolitik und strichen im Besonderen die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Agrarressort und den gesetzlichen Interessensvertretungen hervor.

"Die österreichische Rinderzucht präsentiert sich heute modern und international vernetzt, sie schenkt der Tiergesundheit hohe Aufmerksamkeit und engagiert sich erfolgreich in den Bereichen Bildung und Forschung. Obmann Wagner und sein Geschäftsführer Franz Sturmlechner konnten dazu einen wichtigen Beitrag leisten und die ZAR nachhaltig weiterentwickeln. Beide verstanden es, die verschiedenen Verbände, Organisationen und Personen der österreichischen Rinderzucht zusammenzuhalten und vorwärts zu führen. Dafür möchte ich ihnen an dieser Stelle herzlich danken", betonte Rupprechter.

Der Minister überreichte dem scheidenden ZAR-Obmann Ök.-Rat Anton Wagner für seine Verdienste um die Landwirtschaft und die heimische Rinderzucht im Auftrag von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich. Die Generalversammlung der ZAR ernannte Ök.-Rat Anton Wagner einstimmig zum Ehrenobmann auf Lebenszeit. Als Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, ehrte Ök.-Rat Hermann Schultes den langjährigen Obmann mit der Großen Goldenen und den ausgeschiedenen Geschäftsführer Mag. Franz Sturmlechner mit der Silbernen Kammermedaille.

Ein schwieriges Umfeld für die Milchbauern

Sowohl Bundesminister Andrä Rupprechter als auch Präsident Hermann Schultes verwiesen in ihren Grußbotschaften an die ZAR-Generalversammlung auf das derzeit schwierige Umfeld für die Milchbauern und sprachen sich zur Marktentlastung und möglichen Preisverbesserung für eine freiwillige Angebotssteuerung im Einvernehmen mit den Molkereien aus. Die Rinderzüchter und Milchbauern sind für die Bewirtschaftung des Grünlandes und der Almen sowie die Erhaltung der Kulturlandschaft, insbesondere im Berggebiet, unverzichtbar und prägen als Gesicht der ländlichen Regionen den Lebensraum.

Kooperation mit neuer Führung

"Für die LK Österreich ist und bleibt die ZAR das Bindeglied zur Praxis ebenso, wie zu Wissenschaft und Forschung. Gemeinsam mit den Nachfolgern von Wagner und Sturmlechner werden wir alle Kraft und alles Wissen mobilisieren, um die anspruchsvollen Herausforderungen der Landwirtschaft und der Rinderzucht im Sinne unserer Bäuerinnen und Bauern zu bewältigen", stellte Präsident Hermann Schultes zum Führungswechsel in der ZAR fest.

Auch Bauernbund-Präsident Ök.-Rat Jakob Auer würdigte die erfolgreiche Arbeit der bisherigen ZAR-Führung: "Wagner und Sturmlechner haben über ein Jahrzehnt lang die Rinderzucht geprägt und umsichtig sowie äußerst professionell geführt. Sie haben die richtigen Schritte gesetzt - sei es bei der Vermarktung durch die Modernisierung der Versteigerungshallen oder bei der Aufwertung der Grünlandbetriebe Österreichs in der öffentlichen Meinung."

Ök.-Rat Anton Wagner, Niederösterreich, übergibt die Führung an den Tiroler Stefan Lindner.

Ök.-Rat Anton Wagner, Niederösterreich, übergibt die Führung an den Tiroler Ste-fan Lindner.

Der Minister überreichte ZAR-Obmann Ök.-Rat Anton Wagner das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich.

Der Minister überreichte ZAR-Obmann Ök.-Rat Anton Wagner das Goldene Ehren-zeichen der Republik Österreich.

Bundesminister Andrä Rupprechter mit dem neuen ZAR-Vorstand, v.l.: Ing. Sebastian Auernig (ZAR-Obmann Stv., Obmann FLECKVIEH AUSTRIA und kärntnerrind), Leopold Buchegger (Obmann NÖ Genetik, LKV NÖ), Dr. Thomas C. Jutz (Tierzuchtdirektor Vbg.), Bundesminister Andrä Rupprechter, ZAR-Obmann Stefan Lindner, Ing. Thomas Schweigl (Obmann BRAUNVIEH AUSTRIA), Hermann Gruber (Obmann HOLSTEIN AUSTRIA), DI Franz Kaltenbrunner (GF Rinderzuchtverband OÖ, RZO), DI Martin Stegfellner (ZAR-GF). Foto: ZAR

Bundesminister Andrä Rupprechter mit dem neuen ZAR-Vorstand, v.l.: Ing. Sebasti-an Auernig (ZAR-Obmann Stv., Obmann FLECKVIEH AUSTRIA und kärntnerrind), Leopold Buchegger (Obmann NÖ Genetik, LKV NÖ), Dr. Thomas C. Jutz (Tierzucht-direktor Vbg.), Bundesminister Andrä Rupprechter, ZAR-Obmann Stefan Lindner, Ing. Thomas Schweigl (Obmann BRAUNVIEH AUSTRIA), Hermann Gruber (Ob-mann HOLSTEIN AUSTRIA), DI Franz Kaltenbrunner (GF Rinderzuchtverband OÖ, RZO), DI Martin Stegfellner (ZAR-GF). Foto: ZAR

Mag. Franz Sturmlechner übergibt die Geschäftsführung an DI Martin Stegfellner.

Mag. Franz Sturmlechner übergibt die Geschäftsführung an DI Martin Stegfellner.

ZAR-Kuhrier SONDERAUSGABE

Themen in dieser Ausgabe:

1. ZAR: Einstimmig neues Führungsteam gewählt

2. Österreichs Rinderzucht auf einem guten Weg

Kärntner Schüler wird Vize-Europameister in der Tierbeurteilung

Anfang März fand in Paris auf der sogenannten SIA, eine der größten Landwirtschaftsmessen Europas, ein europaweiter Tierbeurteilungswettbewerb statt. Der Wettbewerb bestand darin, Holstein- und Charolaiskühe in den jeweiligen Exterieurmerkmalen zu bewerten. Bei diesem Wettbewerb waren  auch drei Fachschüler aus folgenden Schulen (LFS  Waizenkirchen (OÖ),  LFS Altmünster (OÖ) und LFS Litzlhof) für Österreich vertreten.  Der Fachschüler Hannes Krieghofer von der LFS Litzlhof bei Lendorf verstand seine Arbeit dabei so gut, dass er den zweiten Platz erreichte und somit zum Vize-Europameister in der Tierbeurteilung gekürt wurde. Auch die restlichen beiden Schülerinnen  aus Österreich platzierten sich im guten Mittelfeld.  In Summe waren 43 Teilnehmer aus 18 Ländern bei diesem Wettbewerb vertreten.

„Nichts dem Zufall überlassen“

Hannes Krieghofer wurde vorab von FL Ing. Birgit Wallner,  Chefklassifizierer Meinhard Huber für die Rasse  Holstein und Christina Trippold für Charolais geschult und für den Wettbewerb vorbereitet.

„Internationaler Erfahrungsaustausch sehr wichtig“

Neben dem Tierbeurteilungswettbewerb stand das Kennenlernen unter den Teilnehmern auf dem Programm. Bei einem internationalen Abend musste sich jede Schule aus den 18 verschiedenen Ländern vorstellen und präsentieren. Auch die regionalen Lebensmittel bzw. die schuleigens produzierten Produkte wurden für eine Verköstigung aufgetischt

Ein besonderer Dank an die LFS Litzlhof unter der Leitung von Dir. Josef Huber für die Unterstützung dieser sehr interessierten Schüler!

volle Konzentration beim Bewerten!
Das erfolgreiche Team aus Kärnten! v.l.n.r. Dir. DI Josef Huber, FL Birgit Wallner, Hannes Krieghofer, Martin Trupp und Meinhard Huber Grand Champion der Holstein Schau, Vater der Schaukuh ist Ford, 6 Kälber

ZAR-Kuhrier Ausgabe 2-2016 online

Bewerterschulung von Holstein Austria in Kärnten

Vom 10.-11. Februar fand in Villach die diesjährige Bewerterschulung von Holstein Austria statt. Neben der Abstimmung in der Exterieureinstufung bei den Rassen Holstein- und Jerseys stand auch eine Wiederholbarkeitsüberprüfung am Programm. Auch das Notenvorschlagsprogramm wurde den Teilnehmern gezeigt welches ab sofort allen Klassifizieren zur Verfügung steht.  Als Referenten fungierten Meinhard Huber (Chefklassifizierer Holstein Austria) und Cord Holste (Chefklassifizierer DHV). Nach dem theoretischen Teil wurde die Bewertung auf dem Hof von Familie Köchl Josef in der Praxis gezeigt und durchgeführt.

Jeder Teilnehmer bekam nach der Tagung eine professionelle Auswertung welche von Herrn Kahr Thomas durchgeführt wurde.

Erfahrungsaustausch und Schulung der Bewerter, ein wichtiger Punkt in der Umsetzung des erfolgreichen Zuchtprogrammes von Holstein Austria. Das Umsetzten der  Theorie in die Praxis sorgte für viel Diskussion.
Viel Konzentration und Genauigkeit sorgte für gute Ergebnisse in der Harmonisierung der Linearen Beschreibung.

Holstein Austria: Obmann wiedergewählt und neuer Chefklassifizierer

Kürzlich fand in Salzburg die Generalversammlung von Holstein Austria. Dabei wurden unter der Wahlleitung von ZAR-Obmann ÖR. Anton Wagner die beiden Spitzenvertreter Obmann ÖR. Hermann Gruber (STMK) und sein Stellvertreter Ulrich Kopf aus Vorarlberg einstimmig für fünf Jahre bestätigt. Beide übernahmen ihre Ämter 2000. Seit damals hat sich der Bestand an Holsteinkühen mehr als verdoppelt. Aktuell gibt es 5.048 Kontrollherden mit fast 50.000 Holsteinkühen. Die Durchschnittsleistung beträgt 8.592 Milch-kg bei 4.07 Fett-% und 3,28 Eiweiß-%. Besonders erfreulich ist auch, dass man dem Ziel der durchschnittlichen Lebensleistung von 35.000 Milch-kg immer näher kommt. Mittlerweile steht man hier bei fast 31.000 Milch-kg. Positiv entwickeln sich auch die Zahlen bei den Jersey. In 378 Jerseyherden in Österreich stehen mittlerweile 1.191 Kühe mit einer Durchschnittsleistung von 5.413 Milch-kg mit 5,14 Fett-% und 3,84 Eiweiß-%.

 

Umsetzung des Zuchtprogrammes schreitet zügig voran

Ein sehr wichtiger Bereich für Holstein Austria ist die Umsetzung des Zuchtprogrammes. Neben der besten heimischen Genetik wird auch Genetik der weltweit besten Holsteinzuchten für das Zuchtprogramm verwendet. Die konsequente Umsetzung gezielter Paarungen von Elitetieren ist dabei eine wichtige Basis. Fixiert wurde für Jänner 2016 die Klassifiziererschulung von Holstein Austria, welche erstmalig vom neuen Chefklassifizierer Meinhard Huber durchgeführt wird.

 

Neuer Chefklassifizierer

Seit Herbst ist Meinhard Huber aus Kärnten der neue Chefklassifizierer von Holstein Austria. Er arbeitet seit vier Jahren beim Kärntner Holstein Verband. Neben den administrativen Tätigkeiten im Tagesgeschäft eines Zuchtverbandes ist er Klassifizierer in Kärnten und Zuchtberater im Anpaarungsmanagement auf den Betrieben mit Fragen rund um Fütterung und Management und in der Abwicklung von Tierankäufen für den Export und Inlandsmarkt tätig.

Aufgewachsen ist Meinhard Huber auf einen Bergbauernhof  (1.600 m Seehöhe) mit Milchwirtschaft in den Nockbergen. Er war auch sechs Jahre lang Obmann der Kärntner Jungzüchter. Als Chefklassifizierer von Holstein Austria ist seine Aufgabe die Schulung der Klassifizierer in den Verbänden und die Durchführung der Exzellenteinstufungen.

 

8. Dairy Grand Prix Austria verschoben

Aufgrund der aktuellen Situation durch das Auftreten der Blauzungenkrankheit liegt der Veranstaltungsort Greinbach (Steiermark) in der Sperrzone. Aus diesem Grund hat sich Holstein Austria entschlossen, den für 23. und 24. April 2016 geplanten Dairy Grand Prix Austria zu verschieben. Für eine Teilnahme wäre die Impfung der Schautiere erforderlich gewesen. Rückfragen bei Züchtern und Ausstellern unter diesem Aspekt erbrachten schlussendlich dieses Ergebnis der Verschiebung. Für die Top-Genetik-Auktion mit der Notwendigkeit der internationalen Vermarktung gab es schon vor diesem Beschluss eine Absage der Partner. Voraussichtlich findet der 8. Dairy Grand Prix Austria dann 2017 oder 2018 statt.

Teilnahme Europaschau fixiert

Von 17. - 19. Juli 2016 findet in Colmar (Frankreich) die Holstein-Europaschau statt. Nach derzeitigem Stand haben 14 Länder mit rund 180 Tieren ihre Teilnahme zugesagt. Holstein Austria hat in seiner Sitzung die Teilnahme an der Holstein-Europaschau bestätigt, sofern die Situation im Bereich der Blauzungenkrankheit kein anderes Ergebnis bringt. Holstein Austria hat 10 Startplätze angemeldet. Preisrichter bei den Holsteins ist Markus Mock aus Deutschland. Für den Red Holstein-Wettbewerb wurde der Spanier Jaume Serrabassa Vila ausgewählt. Beide Preisrichter gehören dem Europäischen Preisrichter-Pool an.

Die wieder gewählten Funktionäre Obmann ÖR. Hermann Gruber, Obmann-Stv. Ulrich Kopf, Geschäftsführer Hans Terler, Jerseyvertreter Jakob Bergmann und ZAR-Obmann ÖR. Anton Wagner. Meinhard Huber ist der neue Chefklassifizierer von Holstein Austria.
Der Dairy Grand Prix Austria 2016 wird aufgrund der aktuell sehr unsicheren Situation im Bereich der Blauzunge verschoben auf 2017 oder 2018. Im Bild die Grand Champinos von Maishofen 2014. Die Vorbereitungen für die Europaschau in Frankreich laufen bereits. Holstein Austria hat 10 Plätze gemeldet. Im Bild das Erfolgsteam von Holstein Austria auf der Europaschau 2013 in der Schweiz Rubens RC ROSANNA.

ZAR-Kuhrier Ausgabe 15-2015 online

Wir l (i) eben Rinderzucht

Wir l(i)eben Rinderzucht                                                

Unter diesem Motto fand am 21. November 2015 in der Zollfeldhalle in St. Donat der Jungzüchter Grand Prix statt. Die Veranstalter freuten sich über zahlreiche Besucher und einen enorm spannenden Wettbewerb.

25 Bambinis und rund  80 Jungzüchter präsentierten ihre Tiere mit Leidenschaft beim Großen Preis von Kärnten. Das dichte Programm umfasste Bambinigruppen, Jungzüchtergruppen, Jungkuhgruppen und zum ersten Mal einen Schulwettbewerb,  bei dem sich fünf landwirtschaftliche Schulen aus Kärnten matchten.  Am  Vorführbewerb nahmen nicht nur Jungzüchter aus Kärnten, sondern auch Gäste aus Süd-  und Osttirol mit ihren Kalbinnen teil.  Für den Preisrichter Paul Caduff aus der Schweiz war es keine leichte Aufgabe den besten Vorführer sowie die Typsieger der einzelnen Rassen zu ermitteln.  Die Besuchermengen, welche die Zollfeldhalle in diesem Ausmaß wohl noch selten gesehen hat, waren von den Leistungen der Jungzüchter sichtlich begeistert.

Bambinis
Kinder von drei bis zwölf Jahren begeisterten beim Bambinibewerb. Sie zeigten ihr Können im Umgang mit den Kälbern und ließen so manches Herz höher schlagen. Doch nicht nur das Publikum war von den Bambinis überwältigt, auch der Preisrichter Stefan Schnedl schwärmte von den Leistungen der Kinder. Besonders begeistern konnten ihn Marie-Christin Gössinger aus Klagenfurt mit ihrem Kalb SYDNEY, Corina Mikitsch aus Penk mit EXTASE, Tina Skuk aus Bleiburg mit LINDA und Sabrina Seifried aus St. Michael/Lav. mit ihrem Kalb Schwalbe. Alle Bambinis zeigten vollen Einsatz und freuten sich besonders über ihre Medaillen.

Typentscheidung
Im Ring wurden Kalbinnen der Rassen Fleckvieh, Holstein, Braunvieh und Pinzgauer von den Jungzüchtern präsentiert. Bei der Rasse Fleckvieh entschied sich der Preisrichter schlussendlich dafür, die sehr elegante GS Vogt Tochter NAOMI von Virgil Fuetsch aus Virgen in Osttirol der VULKANO Tochter LIABE von Patrick Schwinger aus Lendorf voran zu stellen. Der Gesamttypsieg und der Gesamttypreservesieg der Rasse Holstein gingen an zwei Kalbinnen vom Betrieb Thomas Ulbing in Villach.  DELIA  (V. ACME RC) siegte vor BLONDIN, einer DECLAN Tochter. Beim Braunvieh ging die VIVID Tochter NIGE von Tobias Maier aus Innichen in Südtirol als Gesamttypsiegerin aus dem Ring. Gesamttypreservesiegerin wurde SAFIRA, eine HARDY Tochter von Hannes Tschurtschenthaler aus Innichen. Die Wahl um den Gesamtsieg der Rasse Pinzgauer wurde zu einem internen „Litzlhofer Battle.“ Schlussendlich setzten sich von den vier Kalbinnen, die beiden LORIS Töchter ROSANNA vor MAGARETE, durch.

Jungkühe
Beste Jungkühe aus Kärnten wurden in drei Fleckviehgruppen, einer Holsteinguppe und einer Braunviehgruppe von den Jungzüchtern präsentiert. Als Jungkuhchampion der Rasse Fleckvieh wurde SUNSHINE (V. VINZENZ) von Theresa Drussnitzer vor AMICA (V.GS VOGT) von Edina Scherzer gekürt. In der Jungkuhgruppe der Rasse Holstein  konnte einmal mehr ein Tier vom Betrieb Ulbing überzeugen. Die harmonische ALEXANDER Tochter ELECTRA wurde zum Jungkuhchampion ernannt. Der Reservesieg ging an EVOLUTION (V. FEVER) von Harald Kohlmaier. Die Braunviehgruppe konnte die großrahmige JONGLEUR Tochter HERMI von Albert Petschar für sich entscheiden und erhielt somit den Titel Braunvieh Jungkuhchampion. Als Zweitplatzierte verließ die ALIBABA Tochter VANESSA von Peter Laggner,  den Ring.

Vorführentscheidung
Beim Vorführen zeigten die Jungzüchter während des gesamten Bewerbs vollste Konzentration. Das Ziel den Preisrichter so gut wie möglich zu überzeugen schafften vor allem die Guppenvorführsieger: Valentin Daberer mit DORIS (V. WILLESENTA), Martin Schwinger mit MIRABELL (V. WALDBRAND), Lukas Gartner mit KARIN (V. ROTAX), Patrick Schwinger mit LIABE (V. VULKANO), Edina Scherzer mit FORELLI (V. WILLIAM), Lukas Schneeberger mit einer WALDBRAND Tochter, Tanja Eschgfäller mit BABILIA (V. GOLDENDREAMS), Simon Mayer mit LADYROSE (V. GOLDENDREAMS), Andreas Mikitsch mit BOUNTY (V. ATWOOD), Thomas Ulbing mit DELIA (V. ACME), Matthias  Monthaler mit BG WEE (V. DALLY), Stefan Petschar mit WERONA (V. PAYSSLI), Julia Mikitsch mit ROTTE (V. JOTAN RED) und Andrea Warmuth mit RAMAZOTTI (V. STERZ). Die professionellen Leistungen der beiden Jüngsten, Valentin Daberer  und Martin Schwinger, waren besonders beeindruckend. Nach drei Vorrunden in denen die besten sechs Vorführer der Schau herausgefiltert wurden, war schließlich der Höhepunkt der Schau erreicht. Einigen Zuschauern, den Vorführern und vor allem dem Preisrichter lief es bei den synchronen Bewegungen der Vorführer mit ihren Tieren wohl kalt über den Rücken. Schlussendlich entschied sich der Preisrichter den ehrenvollen Titel Gesamtvorführchampion an Tanja Eschgfäller aus Hafling in Südtirol zu vergeben. Den Reservechampion sicherte sich ebenfalls ein Südtiroler: Matthias Monthaler aus Olang.

Schulwettbewerb
Im Rahmen einer solchen Veranstaltung, fand in Kärnten zum ersten Mal  ein Schulwettbewerb statt. Die Premiere war ein voller Erfolg – motivierte Schüler und engagierte Lehrer der Schulen LFS Litzlhof, LFS Stiegerhof, LFS Goldbrunnhof, HBLA Pitzelstätten und LFS St. Andrä stellten ein mitreisendes Programm zusammen und führten es den begeisterten Zusehern vor. Neben einer drei köpfigen Jury, entschied ein Dezibelmesser, der die Lautstärke des Publikumapplauses feststellte, über die Rangierung der Schulen. Die Schüler der LFS Goldbrunnhof konnten mit einer mitreißenden, kreativen  Show die Jury und das Publikum überzeugen und sicherten sich somit den begehrten Wanderpokal – eine riesengroße geschnitzte Holzkuh.

Kärntens Jungzüchter konnten mit dieser Veranstaltung der Öffentlichkeit eindrucksvoll  beweisen,  was in ihnen steckt. Was bleibt sind viele unbeschreibliche  Momente und ein Motivationsschub für die nächsten Veranstaltungen. Alle Jungzüchter, die am Jungzüchter Grand Prix teilgenommen haben können stolz behaupten: „Wir l(i)eben Rinderzucht“.

Die Kärntner Jungzüchter bedanken sich bei Kärntnerrind für die Unterstützung bei der Organisation und der Durchführung der Schau. Allen Sponsoren, den VZGs und dem Holsteinverband sei an dieser Stelle für die finanzielle Unterstützung herzlichst gedankt. Ohne sie alle wäre eine Veranstaltung auf diese Art und Weise nicht möglich gewesen.

Beeindruckende USA-Züchterreise

 

Im 50 Jahre Jubiläumsjahr organisierte der Kärntner Holstein Verband eine große Züchterreise in das Land der „scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten“. 26 interessierte Züchterinnen und Züchter aus Kärnten sowie Berufskollegen aus dem benachbarten Salzburg, Deutschland und der Schweiz nahmen daran teil und konnten sich bei der 10 tägigen Reise ein Bild zu den Themen Zucht, Milchwirtschaft sowie Management machen. Viele verschiedene Betriebe, Sehenswürdigkeiten und Wetterkapriolen prägten die Züchterreise.

Nach einem langen Überseeflug landeten wir als erstes in Oklahoma City/Texas. Bei traumhaften Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad starteten wir unsere Betriebstour bei „Dalhart Jersey Ranch“. Auf diesen Aufzuchtbetrieb werden 24.000 Jerseyrinder im Alter von fünf Monaten bis zur tragenden Kalbin (7 Monate trächtig) für sieben verschiedene Betriebe aufgezogen. Die Tiere werden überwiegend im Freien gehalten und alle Tiere werden ab den 12. Lebensmonat ausschließlich künstlich (dreimal gesextes anschließend konventionelles Sperma) besamt. In Summe sind 24 Personen für die gesamte Ranch zuständig. Weiter ging es zu „Avi Lanche Jersey`s“ in Dalhart wo auf einem Standort 2.400 Jerseykühe gemolken werden. Die Milchkühe werden in mehreren Stallungen auf Kompostliegeflächen gehalten, sie werden zweimal täglich in einen 30er Side by Side Melkstand gemolken. Die produzierte Milch wird an den größten Käsehersteller in den USA zu „Hilmar Cheese Company“ geliefert, welcher ausschließlich  Milch von Jerseykühen verarbeitet. Die Bezahlung hängt von den Milchinhaltstoffen ab und so erzielt der Betrieb aktuell bei 4,80% Fett und 3,90% Eiweiß einen Milchpreis von ca. 31 € Cent. Die gesamte Aufzucht ist ausgelagert und so bekommen die Kälber nur das Kolostrum und verlassen nach spätestens einem Lebenstag die Farm. Es wird alles künstlich besamt (großteils gesextes Sperma). Auch bekannte Kühe konnten besichtigt werden wie z.B. die Großmutter des weltbekannten Stieres Valentino welcher in Österreich breit eingesetzt wurde.

Auf der Rückfahrt zum Hotel fuhren wir bei der größten Milchfarm der Welt vorbei. Auf „Faria Brothers Dairy“ werden aktuell 45.000 Milchkühe der Rasse Jersey plus Nachzucht gehalten und alle Tiere werden  mit gesextem Sperma besamt. Es werden pro Stunde 1.500 Kühe gemolken und alle 20 min. wird ein Milchtank mit 25.000 Liter Milch abgeholt. In den kommenden Jahren möchte diese Farm 60.000 Kühe melken.

In den darauf folgenden Tagen konnten wir in Texas weitere große Milchfarmen besuchen. „Optima Dairy“ und „E&M Dairy“ wo zwischen 1.800 bis 2.500 Holsteinmilchkühe gehalten werden. Ein besonderes Highlight der Reise stellte der Besuch eines Feed Yards dar. „Bovina Feed Yards“ ist eine Maststätte mit 45.000 Tieren der Rassen Holstein, mexikanische Fleischrassen und Wagyus. Es werden auch rote Wagyus gemästet, welche den Kaiser von Japan gehören. Am Mastbetrieb arbeiten 40 Personen davon acht Cowbows die mit ihren Pferden durch die Tiermassen reiten um den Zustand der Tiere zu kontrollieren. Die Tiere bekommen eine Mischration aus Maissilage, CCM, Körnermais, Cornflackes und diversen Zusatzmitteln, sie erreichen eine durchschnittliche Tageszunahme von 1.400 gramm. Pro Woche verlassen 1.000 Tiere den Mastbetrieb zum umliegenden Schlachthof wo täglich über 6.000 Tiere geschlachtet werden. 

Mit sehr vielen Eindrücken von den riesigen Betrieben in Texas ging die Reise mit einem Inlandsflug von Oklahoma City in Richtung Chicago City weiter. In Chicago angekommen wurden wir von Regenwetter und eher kühleren Temperaturen mit viel Wind empfangen. In der Nähe von Madison ganz genau in Hamshire besichtigten wir „Luck-E Holsteins“. Kühe wie Advent ASIA RC EX-94 oder KANDIE RED EX-95 den Reserve Grand Champion bei der Rotbuntschau in Madison 2014 haben den Betrieb zu Weltruhm verholfen. Am Betrieb werden 140 Zuchtkühe inklusive Nachzucht gehalten. Das Erstkalbealter ist mit 21 Monaten sehr niedrig und das ist nur mit gesunden Tieren und einem durchdachten Fütterungsproramm sowie guter Genetik möglich. Alle Kühe ab der 2. Laktation sind im Durchschnitt mit 90 Punkten Exzellent eingestuft. Die Kühe werden in einem Liegeboxenlaufstall mit Sandeinstreu gehalten und im alten Anbindestall mit einer Rohrmelkanlage gemolken. Stiere wie Ladd-P Red und Atwood zählen aktuell zu seinen Favoriten.

Nach einer kurzen Busfahrt waren wir bei „Butlerview Holsteins“ angekommen. Diese Farm ist seit 100 Jahren im Familienbesitz von Familie Butler. Im Jahr 2011 wurde ein neuer Milchstall mit 26 Einzelboxen gebaut. Der Betrieb möchte einerseits gute Schautiere aber auch hoch genomische Tiere züchten. Auf diesem Betrieb konnte unter den vielen „Stars“ auch „Regancrest Chassity“, die Mutter des super Exterieurstieres Gold Chips besichtigt werden.

„Wir sind begeistert von der Fleischqualität dieser Rasse“, sagte Jim Hoskens, der Besitzer einer der besten Wagyu Farmen in USA. Auf diesem Betrieb stehen seit 10 Jahren Wagyu-Zuchttiere und vorher wurden über 100 Jahre Holsteintiere mit großem Erfolg gezüchtet.

Die Rasse Wagyu stammt ursprünglich aus Japan, wo sie als Arbeits- u. Zugtiere gehalten  und erst nach dem Krieg wurden diese Tiere für die Fleischerzeugung gezüchtet. Am Betrieb stehen ca. 50 Zuchttiere und der Betrieb verkauft mittlerweile Embryonen rund um die Welt. Auch einige Embryonen sind von Kärntner Zuchtbetrieben angekauft worden. Nach einer ausführlichen Betriebsdarstellung konnten wir uns bei einer Grillerei von der einzigartigen Fleischqualität  überzeugen.

In Wisconsin besichtigen wir Sandy-Valley wo der Stier Bolton gezüchtet wurde. Auf der Farm stehen 450 Zuchtkühe mit einer Herdenleistung von 13.000 kg Milch plus der gesamten Nachzucht. Dieser Zuchtbetrieb arbeitet mit 50 verschiedenen Kuhfamilien und die besten sind die Barbie, Rudy Missy sowie die Cosmopolitan Familie die sich über lange Jahre bewährt haben. Auf den Betrieb sahen wir Spitzenkühe von Vererbern wie Mascalese, Mogul uvm.

Als letzter Betrieb unserer einzigartigen Reise stand „Ocean-View Genetics“ auf dem Programm. Der Betrieb ist vor fünf Jahren von Kalifornien nach Madison übersiedelt da die Vermarktung von Embryonen rund um die Welt von Kalifornien aus nicht möglich war. Vorher wurden 300 Kühe gemolken und jetzt werden 40 spezial Zuchtkühe im Anbindestall gehalten. Die Ration der Milchkühe besteht aus Luzerneheu, Maissilage, Protein, Sojabohnenmehl, Baumwollensaat und Mineralen welche händisch zugeteilt wird. Die Milchleistung beträgt ca. 12.500 kg und die Herde wird hauptsächlich auf Typ gezüchtet, somit ist sie die acht beste Typherde in USA. Sie züchten auf große, breite Kühe mit besten Eutern und Fundamenten. Es wird fast alles mit töchtergeprüften Vererbern wie aktuell Golden Dreams, Atwood, Damion und Sanchez besamt.

Der absolute Höhepunkt bei der Reise war der zweitägige Besuch  der größten Milchviehschau der Welt. Die World Dairy Expo zählt zu den besten Tierschauen der Welt und es treten über 2.000 Schautiere der Rassen Holstein, Red Holstein, Jersey, Guernsey, Milking Shorthorn, Ayrshires und Braunvieh an. Die Teilnahme an dieser Schau ist für viele Betriebe so wichtig, dass diese teils eine Anreise mit ihren besten Tieren von einer Woche in Kauf nehmen. Neben der Schau findet auch alle Jahre der „World Classic Sale“ statt, wo 47 Verkaufstiere um einen Durchschnittspreis von 27.000 US Dollar verkauft wurden. Der Höchstpreis betrug über 117.000 US Dollar für eine Supershot-Tochter aus einer Mogul Mutter aus der Juror Faith Familie. Der Betrieb Milk-Source Genetics aus Wisconsin stellte mit „Musquie Iatola Martha-ET“ den Jersey Grand Champion und Reserve Supreme Champion, den Red Holstein Grand Champion mit „Strans-Jen-D Tequila Red“ sowie den Grand Champion Holstein mit „Lovhill Goldwyn Katrysha EX-96“, welche auch zum Supreme Champion gekürt wurde.

Die Besuche des „Palo Duro Canyon“, des Green Bay Packers Football Stadions, der „Chicago Board of Trade“ (Terminbörse), der Cadillac Ranch sowie des Willis Towers in Chicago waren Höhepunkte des Kulturprogrammes und gaben einen krönenden Abschluss dieser einzigartigen Reise.

 

ZAR KUHRIER- Ausgabe 12-2015

08.10.2015

Nachzuchtbericht Italien – 21.09. bis 22.09.2015

08.10.2015

Teilnehmer: Cord Hormann, PrismaGen; Meinhard Huber, Holstein Kärnten; Hans Terler, Holstein Austria

Go-Farm Royal Eudon (Million x VG-88 Shottle x VG-87 O-Man x EX Mtoto x EX Rudolph x Lead Mae EX-95)

Es wurden 21 Töchter in 7 Betrieben besichtigt. Die gesehenen Töchter befanden sich in der 1. und 2. Laktation. Die Töchter von Eudon können als mittel- bis großrahmige, sehr breit angelegte junge Kühe beschrieben werden. Sie sind stärker im Knochenbau, bei durchschnittlicher Offenheit in der Rippe und sehr viel Flankentiefe. Die gesehenen Töchter zeigen tendenziell leicht geneigte Becken bei durchweg extremer Breite in den Sitzbeinen. Die Fundamente zeigen hinsichtlich der Hinterbeinwinkelung leichte Unterschiede, sind jedoch gut eingeschient, bei stärkerer Knochenstruktur und sehr guter Trachtenhöhe. Die Eutervererbung ist der Glanzpunkt dieses Million-Sohnes. Die Euter sind extrem fest und hoch aufgehängt, bei sehr guter Breite und deutlich ausgeprägtem Zentralband. Die Euter werden weiterhin sehr hoch über dem Sprunggelenk getragen und sind zudem überdurchschnittlich stark beadert. Die Striche sind tendenziell weiter innen unter den Viertel platziert, jedoch absolut im wünschenswerten Bereich. Eudon ist sicher einer der besten, zurzeit verfügbaren Eutervererber!

Eudon sollte auf feine, milchtypische Kühe vor allem zur Verbesserung der Breite, Tiefe, und aller Eutermerkmale zum Einsatz kommen. Aufgrund seiner Vererbung und seiner interessanten Blutführung ist Eudon der ideale Anpaarungsbulle für viele Goldwyn-Blutlinien.

 

Heavenly Golden Dreams (Goldwyn x Durham Atlee EX-92 x VG-88 Storm x Adeen EX-94)

Es wurden 10 Töchter in 5 Betrieben besichtigt. Alle Töchter befanden sich in der 2. oder 3.  Laktation. Die gesehenen Töchter haben sich mit zunehmendem Alter sehr gut weiterentwickelt. Es erhielten bereits mehrere Töchter aus dem Testeinsatz eine EX-Einstufung. Die Golden Dreams-Töchter können weiterhin als sehr große, lange und stilvolle Kühe beschrieben werden. Sie zeigen eine durchschnittliche Breite in der Vorhand und verfügen über eine gute Flankentiefe bei sehr offener Rippenstruktur. Die Becken sind leicht geneigt, bei sehr guter Breite in den Sitzbeinen. Die sehr gute Fundamentvererbung von Golden Dreams konnte auch bei dieser Besichtigung bestätigt werden. Die gesehenen Töchter verfügen über tendenziell etwas steilere Hinterbeine, bei feiner Knochenstruktur und sehr guter Mobilität. Auch die hohen Erwartungen in puncto Euter konnten wieder voll bestätigt werden. Die Euter sind insbesondere im Hintereuterbereich extrem hoch und breit aufgehängt und werden von einem starken Zentralband gehalten. Die Vordereuter sind von mittlerer Länge bei idealer Strichverteilung unter den Vierteln.

Golden Dreams hat die hohen Erwartungen wiederholt bestätigt und gehört nach wie vor zu den besten verfügbaren Exterieurvererbern. Er sollte weiterhin auf genügend breite Kühe angepaart werden, insbesondere um Stil, Körperlänge, Feinheit im Knochenbau und Hintereuter nachhaltig zu verbessern.

 

Desweiteren fielen u.a. auf den Betrieben Go-Farm, Sabbiona, ALBERO und Errera die Töchter aus dem Wiedereinsatz von Mascalese vor allem Glauco  ins Auge. Mascalese sorgt durch seine eleganten und vor allem leistungsstarken Töchter für eine hohe Besitzerzufriedenheit. Glauco scheint wie erwartet der ideale Partner für viele Töchter von Goldwyn und dessen Söhne zu sein.  Weiters konnten noch die Kuhfamilie und einige Töchter von Wyman durch ihre Kapazität, das gute Fundament und die funktionellen Euter überzeugen.  Die gesehenen Töchter von Scolari beeindruckten durch die stabilen Fundamente und die straffen Euter.                                                                                                              

                                                                 Cord Hormann / Hans Terler/ Meinhard Huber

EX-Bewertete Golden Dreams Tochter, 3. Lakt. Eudon Vendemmia VG 86
Agrilat GD Pippi VG 89

Drei neue Exzellent-Kühe in Kärnten

Vergangende Woche wurden drei Holsteinkühe in Kärnten mit dem Präfix "Exzellent" eingestuft.

Folgende Kühe wurden vorgestellt und von der Arge Holstein Bewertungskommission bewertet.

FANNI EX-91 (93-91-89-91)

Marathon x Mtoto x Bookie

7/6       9.198-4,06-3,20-668

HL 5.   10.666-3,90-3,17-754

LL: 66.162 kg

Züchter u. Besitzer: Familie Jöbstl Heinz, 9334 Guttaring

LEA EX-90 (89-92-90-89)

Mtoto x Lee x Star Leader

8/8     11.296-4,44-3,22-865

HL 6.   12.490-4,88-3,19-1.008

LL: 101.152 kg

Züchter u. Besitzer: Familie Tschinder Stefan, 9560 Feldkirchen

BOUNTY EX-90 (90-87-92-89)

Lheros x Dundee x Spud

3/2     9.387-4,16-3,24-695

HL 2.  10.758-3,99-3,39-794

Züchter u. Besitzer: Familie Ulbing Richard, 9500 Villach

Fanni EX-91 Bounty EX-90
Lea EX-90

Stierprogramm 2015/2016 nun online

Das aktuelle Stierprogramm ist auf der Homepage unter Besamung online. Ebenfalls die Restportionen von einigen Bullen.

Ihr könnt Euch vorab über die Stiere informieren und einlesen.

Im Katalog sind die Stiere wieder in folgenden Bereichen aufgegliedert:

  • Internationale Stierväter
  • Holstein Nachkommengeprüft
  • Holstein genomische Vererber
  • Red Holstein Nachkommengeprüft
  • Red Holstein genomische Vererber
  • Homozygot Hornlos PP (NEU)
  • Jersey Nachkommengeprüft und genomisch


Der Katalog wird Ende September an jedem Betrieb zugesandt. Die ersten EBB Touren beginnen am 02. Oktober 2015.


Sollten Sie vorab Fragen haben, einfach uns anrufen!

Mogul Tochter Success VINKA
Detox Avea VG 87, Mutter von Aviator

ZAR-Kuhrier Ausgabe 10-2015

Aktuelle Themen in dieser Ausgabe:

 

- Zuchtrinderexporte: Kontinuität im 1. Halbjahr 2015

- LKV Austria: Zukunftsmodell für Kontrollsynergien

- Gesundheitsministerium lobt Tiergesundheit

- Trächtigkeitsnachweis aus der Milch - Österreichweit über die Landeskontrollverbände verfügbar

- Einkommenseinbußen für die Bauern  

- Rinderbestand: Leichter Rückgang im Juni

- Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen - Einstieg mit Herbstantrag 2015

- Jungzüchter Profi 2020: Neustart im Herbst - Jetzt anmelden!

Holstein Ochse am Grill überzeugte über 100 geladene Gäste am Tschadamerhof

Unser Verbandsmitglied Wolfgang Pirker vom Tschadamerhof in Liebenfels feierte am 11. Juli seinen 40. Geburtstag. Auch der Obmann sowie die beiden Mitarbeiter vom Holstein Verband waren dazu geladen. Als besondere Spezialität wurde ein am Hof gemästeter Holstein Ochse am Grill zubereitet - die Gäste waren von der Fleischqualität fasziniert!!

Ausgezeichnete Produkte aus dem "weißen Gold"

Unsere Mitgliedsbetriebe produzieren täglich Lebensmittel von bester Qualität. Das "weiße Gold" die Milch wird von vielen Betrieben zu speziellen Produkten veredelt. Bei der 7. Kärntner Käse-, Joghurt- u. Butterprämierung im Stift St. Paul im Lavantal konnten 47 Betriebe mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet werden. Unter ihnen sehr viele Holstein- u. Jerseyzüchter.

Gratulation an all diese Direktvermarkter und weiterhin viel Erfolg.

Quelle: Genussland Kärnten, Magazin Sommer 2015 (Frische Milch- Narurgenuss pur)

Name

Ort

Auszeichnung

Produkt

Fam. Hecher Annemarie

Bad Bleiberg

GOLD

BRONZE

Glundner Käse

Heumilchbutter

Fam. Tschöscher Ulrike u. Ewald

Schiefling

GOLD

SILBER

Bauernbutter

Glundner

Hofkäserei Rutrecht

St. Magarethen i.Lav.

GOLD

SILBER

Lav. Almprinz u. Lav. Jausenprinz würzig

Lav. Schlemmerprinz

Fam. Tschinder Stefan

Feldkirchen

GOLD

SILBER

Vollmilchtopfen

Tschinders Butter

Fam.Tauchhammer Sigrid u. Stefan

Feldkirchen

GOLD

SILBER

BRONZE

Käsebällchen in Öl u. Butter

Glundner Käse u. Vollmilchtopfen

Joghurt „Natur“

Fam. Heidi u. Rudolf Gruber

Gmünd

GOLD

SILBER

BRONZE

Black & White Cow, Topfen Geheimnis u. Kaffee-Schokokreation

Topfengeheimnis Pistazienkreation

Topfen Geheimnis- Orange-Schokokreation

Fam. Unterkofler Martin

Ferndorf

GOLD

Landtopfen

Fam. Koroschetz Johann

Lavamünd

SILBER

Joghurt-Drink

Tschadamer-Hof, Fam. Pirker

Liebenfels

SILBER

Land-Bröseltopfen

Fam. Olga und Markus Voglauer

Ludmannsdorf

SILBER

BRONZE

Bio Heumilch Butter u. Bio Heumilch Topfen

Bio Heumilch Natur Joghurt u. Fruchtjoghurt Bio Heumilch

ZAR-KUHRIER, Ausgabe 09/2015

Holstein Austria Sommertagung in der Steiermark! Neuer Termin für Dairy Grand Prix Austria 2016

Anfang Juli fand in Gai (Steiermark) die traditionelle Sommertagung von Holstein Austria statt. Nach Jahren von intensiven Anstrengungen im Bereich Aufbau einer starken züchterischen Population in Österreich, steckt man nun große Anstrengungen in die Optimierung und Umsetzung der neuen Zuchtprogramme unter dem Dach von Holstein Austria. Die beiden Vertreter der ZAR Obmann ÖR. Anton Wagner und der Leiter des Projektes Effizient Cow DI. Franz Steininger gaben im Rahmen der Sitzung zudem einen Überblick über die zahlreichen Projekte unter dem Dach der ZAR.

Im Rahmen der Sitzung wurde auch das Gelände für das neue Vermarktungszentrum in Traboch besichtigt. Die Oberlandhalle in Leoben hat nach über 60 Jahren endgültig als Veranstaltungs- und Vermarkungszentrum ausgedient. Um den Anforderungen an ein tierfreundliches und organisatorisch optimiertes Vermarktungszentrum zu entsprechen, war es notwendig, einen Standort außerhalb des Stadtkerns von Leoben zu finden.

In der Gemeinde Traboch wurde die passende Kombination aus benötigter Grundfläche und zentraler Verkehrsanbindung für das Internationale Vermarktungszentrum Obersteiermark gefunden. Auf dem 3,7 ha großen Grundstück im Industriepark West in Traboch werden insgesamt 4,5 Millionen Euro in die neue Anlage investiert.

Die Fertigstellung des Zentrums ist für April 2016 geplant. Aus diesem Grund musste auch der Termin für den Dairy Grand Prix Austria 2016 auf den 23. und 24. April 2016 im neuen Vermarktungszentrum in Traboch verschoben werden. Ein interessantes Programm erwartet dabei die Besucher. Neben dem Dairy Grand Prix findet auch die Genostar-Schau statt. Ausgestellt werden insgesamt 270 Tiere der Rassen Holstein, Fleckvieh, Braunvieh, Pinzgauer, Grauvieh und Jersey.

Im Rahmen der Sommertagung wurde auch der steirische Erzberg besichtigt.

Aufgrund des Neubaues des Vermarktungszentrums für die Obersteiermark in Traboch musste der Dairy Grand Prix Austria auf 23. und 24. April 2016 verschoben werden.

ZAR-KUHRIER, Ausgabe 08/2015

Kärntner Holstein Verband feiert seinen 50. Geburtstag

Am 07. März feierten die Kärntner Holstein- und Jerseyzüchter bei strahlendem Frühjahrswetter  das 50-Jährige Zuchtverbandsjubiläum im Casino Velden. Neben zahlreichen Ehrengästen aus dem In- und Ausland erwiesen 350 Züchterinnen, Züchter, Jungzüchter sowie Freunde und Gönner des Kärntner Holstein Verbandes der Veranstaltung die Ehre. Durch die Ehrengäste LK-Präsident ÖR Ing. Johann Mößler, ZAR-Obmann ÖR Anton Wagner, ARGE Holstein Obmann Hermann Gruber, GF des Südtiroler Rinderzuchtverbandes Herbert Lang und Dr. Hubertus Diers von WWS-Germany wurde in deren Grußworten zum großen Jubiläum gratuliert und den Kärntner Züchtern zu ihren herausragenden Leistungen besonderes Lob ausgesprochen.

Den Verantwortlichen und Mitarbeitern des Zuchtverbandes wurde für den tatkräftigen Einsatz für die Mitgliedsbetriebe  besonders gedankt.

Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2014 war ein arbeitsintensives und ereignisreiches, dem Bericht des  Obmannes Josef Köchl zu entnehmen. Zwei große Rinderschauen waren zu organisieren und abzuwickeln, dafür wurde den beiden Mitarbeitern des Zuchtverbandes Herrn Alfred Possegger und Herrn Meinhard Huber für ihre unermüdliche und gewissenhafte Arbeit ein großes Dankeschön zuerkannt.

Die Kärntner Holstein- und Jerseyzüchter erzielten mit ihren Kühen Spitzenplatzierungen, welche in der anschließenden Züchterehrung gebührend ausgezeichnet wurden. Den Höhepunkt dabei bildete die Überreichung der beiden Tierzucht-Staatsehrendiplome an Familie Frank aus Paternion und Familie Possegger aus Fresach. Neben den wichtigen Aufgaben des Zuchtverbandes, wie der Zuchtberatung, der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit wurde der Zuchtviehvermarktung wiederum großes Augenmerk geschenkt. In der fünf Jahrzehnte langen Zuchtverbandsgeschichte gelang es zum dritten Mal die magische Grenze im Zuchtviehabsatz von über 1.000 Stück zu realisieren.

Leistungsbericht

Im Leistungsbericht vorgetragen vom GF Alfred Possegger wurde den Züchterfamilien für ihren täglichen Einsatz  gedankt und zum hervorragenden Management gratuliert.  

Mit einer Durchschnittsleitung von knapp 9.000 kg Milch bei der Rasse Holstein und über 5.900 kg Milch bei der Rasse Jersey liegen die Kärntner Züchter im bundesweiten Spitzenfeld. Eine besondere Anerkennung im Leistungsbericht erfuhren die Zuchtbetriebe in Punkto Lebensleistung, die Mitgliedsbetriebe des Kärntner Holstein Verbandes verweisen auf die höchste Lebensleistung aller Rassen in Österreich. In der Zuchtverbandsgeschichte erreichten bereits über 150 Kühe die Traumgrenze von 100.000 kg Milch Lebensleistung.

Verdiente Persönlichkeiten wurden Ausgezeichnet

Für die 24-jährige verantwortungsvolle Vorstandstätigkeit wurde Herr August Tschinder aus Feldkirchen durch die Überreichung einer Ehrenurkunde durch Obmann Köchl besonders ausgezeichnet. Für seine bisherige Funktion wurde sein Sohn Stefan Tschinder von der Vollversammlung in den Vorstand gewählt. An Obmann Josef Köchl wurde für eine weitere Amtsperiode das einstimmige Vertrauen ausgesprochen.

ZAR-Obmann ÖR Anton Wagner wurde für seinen besonderen Einsatz in der österreichischen Rinderzucht geehrt, als besonderes Geschenk erhielt  ÖR Wagner  2 wertvolle  Holstein Embryonen aus Kärntner Spitzengenetik.

Eine besondere Auszeichnung erfuhr  Dr. Hubertus Diers von WWS-Germany. Ihm wurde durch einen einstimmigen Vorstandsbeschluss die Ehrenmitgliedschaft beim Kärntner Holstein Verband verliehen.

Züchtergala

Nach einem viergängigen Gala Menü mit  Panoramaausblick auf den Wörthersee wurde die Jubiläumsfeier sehr stimmungsvoll durch  das Quartett Weißenstein unter der Leitung von GF Alfred Possegger  und das Quartett der Sängerrunde Fellach-Oberdörfer unter der  Leitung von Obmann Josef Köchl  gesanglich umrahmt.

 

In Form einer Bilddokumentation wurde die 50 jährige Zuchtverbandsgeschichte von den  Mitarbeitern dargestellt und in besonderer Weise  die Gründer und Ehemaligen gewürdigt. Durch den vorausschauenden Weitblick und den anhaltenden, gemeinnützigen Einsatz des Gründungsobmannes ÖR Sepp Ertl mit seinem langjährigen Wegbegleiter ÖR Alois Kohlmayer, sowie einer mutigen Gruppe von Züchtern, ist die Erfolgsgeschichte des Kärntner Holstein Verbandes begründet.  

Auch in der Festrede, vorgetragen durch das Ehrenmitglied des Kärntner Holstein Verbandes, ÖR Dr. Ernest Gröblacher wurde dem unermüdlichen Einsatz in der schwierigen Aufbauphase des Zuchtverbandes der beiden Züchterfamilien Ertl und Kohlmayer besonderes Augenmerk geschenkt und großer Dank ausgesprochen.

Der große Zusammenhalt, Leidenschaft und Zuchtbegeisterung sind die Markenzeichen der großen Holsteinfamilie in Kärnten, die Kernaussage des Festredners.

 

Als Dankeschön Präsent und zur Erinnerung an die Jubiläumsfeier bekamen alle anwesenden Züchterfamilien eine Überraschungsbox mit Wein und den dazugehörigen gravierten Weingläsern, sowie  eine Jubiläumstrophäe für die erwiesene fortwährende Verbandstreue. 

Dr. Hubertus Diers von WWS-Germany wurde als Ehrenmitglied beim Ktn. Holstein Verband aufgenommen
August Tschinder wurde für seine 24 jährige Vorstandsarbeit geehrt Jede anwesende Mitgliedsfamilie bekam ein Präsent

ZAR-Newsletter, Ausgabe 3-2015

Kärntner Jungzüchter unter neuer Führung!

Kärntner Jungzüchter unter neuer Führung

Neuer Obmann Hannes Weber wird die Geschicke der Jungzüchter weiterführen.

Bei der Vollversammlung der Kärntner Jungzüchter am 27.02.2015 im Landhotel Marienhof in Velden wurde der Verein in die Hände eines neuen Obmannes gegeben.

Der bisherige Obmann Meinhard Huber war seit 2004 Mitglied beim Verein der Kärntner Jungzüchter und davon sechs Jahre als Führungskraft stets um die Anliegen der Mitglieder bemüht.

Viele Aktivitäten wurden in den vergangenen Jahren gesetzt.Angefangen von der Abwicklung von Jungzüchterschauen über die Teilnahme bei diversen Regional- und Bundesjungzüchterschauen bis hin zur Veranstaltung des Jungzüchterballes.

Desweiteren die Organisation von Bambinitagen, Exkursionen im In- sowie Ausland und verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen rund um die Rinderzucht.

 Der neu gewählte Obmann Hannes Weber will diesen Weg auch in Zukunft  fortführen und  ein gutes Gesprächsklima innerhalb der Jungzüchter aufrechterhalten und auch eine gute Zusammenarbeit mir der Landwirtschaftskammer und den Zuchtverbänden pflegen.

Im Jahr 2015 will der Kärntner Jungzüchterverein wieder ein Jungzüchterchampionat mit Tieren aus Kärnten und Südtirol organisieren,  auch der Jungzüchterball wird wieder stattfinden. Desweiteren werden für die kleinen Kinder im Land Bambinitage organisiert.

Der neugewählte Obmann bedankt sich beim ausgeschiedenen Obmann für seine langjährige Tätigkeit, welcher seine Ratschläge auch für die Zukunft zusichert.

Als Ehrengäste war der Obmann vom Kärntnerrind  Ing. Sebastian Auernig, sowie Geschäftsführer Ing. Ernst Lagger, der Obmann Stellvertreter des Kärntner Holstein Verbandes Johann Kohlmayer sowie Geschäftsführer Ing. Alfred Possegger anwesend. Die Ehrengäste dankten dem Jungzüchterverein für die gute Zusammenarbeit aber auch für die geleistete Jungzüchterarbeit in Kärnten und über die Grenzen hinaus. Obmann Ing. Auernig betonte, dass die Kärntner Jungzüchter einen großen Stellenwert in der österreichischen Rinderzucht tragen und sehr gute Arbeit geleistet wird.

Der neu gewählte Vorstand sowie die Mitglieder werden auch in Zukunft mit viel Ehrgeiz und Fleiß eine gute Jungzüchterarbeit leisten und Kärnten auch bei diversen Veranstaltungen würdig vertreten.

 

Neue Kontaktadresse: Obmann Hannes Weber, Pollheim 15, 9411 St. Michael/Lav.

Tel.: 0664/911 39 99

Der neugewählte Vorstand

Der bisherige Obmann Meinhard Huber übergab sein Amt nach sechs erfolgreichen Jahren

Aktuelles ZAR-Newsletter

Bewerterschulung von Holstein Austria - Exterieureinstufung für Jersey

Anfang Jänner fand in St. Johann in Tirol die Bewerterschúlung von Holstein Austria statt. Nachdem Holstein Austria seit 2013 auch offiziell österreichweit als Dach für die österreichischen Jerseyzüchter agiert, stand bei dieser Veranstaltung neben der Abstimmung in der Exterieureinstufung bei den Holsteins auch die Einschulung für die Jerseybewertung auf dem Programm. Grundsätzlich erfolgt das System der Einstufung bei den Jerseys nach den gleichen Kriterien wie bei den Holsteins. Unterschiede ergeben sich aufgrund der Rassengröße und der unterschiedlichen Durchschnittsniveaus in den einzelnen Kriterien. Die Einschulung bei den Jerseys wurde vom deutschen Chefklassifizierer Cord Hormann durchgeführt. Nach dem theoretischen Teil wurde die Bewertung auf dem Hof der Familie Bergmann in der Praxis gezeigt. Für die Holsteins wurden die Neuerungen in der Bewertung basierend auf den Auswertungen des Deutschen Holsteinverbandes von Chefklassifizierer Ing. Christian Rinnhofer auf dem Betrieb der Familie Lindner geschult. Rinnhofer ist seit Sommer 2014 der neue Chefklassifizierer von Holstein Austria. Seit über 10 Jahren arbeitet er bei der Rinderzucht Steiermark und bei Holstein Austria als Zuchtberater. Für die Umsetzung bedarf es nun der edv-technischen Programmierarbeiten, welche im laufenden Jahr durchgeführt werden. Im Rahmen der Einschulung bei den Jerseys wurde auch die bekannte Jerseykuh RICKI von Jakob Bermgann aus St. Johann/T. – Dairy-GP-Champion 2012 in Wieselburg - Exzellent mit 90 Punkten eingestuft.

ZAR-Newsletter, Ausgabe 15/2014

Milchleistung Jahresabschluss 2013/2014, Holstein knapp 9.000 kg!!

Der Jahresabschluss 2013/2014 ist nun online.

Das abgelaufene Kontrolljahr war für die Holstein- und Jerseyzüchter sehr erfolgreich.

Die über 6.000 Holstein Kühe produzierten im Schnitt 8.957 Mkg 4,12% Fett 3,29% Eiweiß mit 663 F+E kg.

Auch die Erstlingsleistung beträgt gute 8.011 Mkg 4,05% Fett 3,30% Eiweiß mit 589 F+Ekg.


Die 123 Jerseykühe erreichten eine Milchleistung von 5.902 Mkg 5,44% Fett 4,00% Eiweiß mit 557 F+E kg.

In Summe gibt es auch 23 neue 100.000 Liter Kühe!!!

Auch die Lebensleistung der lebenden Kühe konnte auf 24.992 kg gesteigert werden.

kurz notiert:

Bezeichnung

Kuhname

Vater

Leistung

Besitzer

höchste LL

Holstein

NELLY

Mtoto

132.491 kg

Gasser Waltraud, Feistritz/Drau

höchste LL

Jersey

TANJA

Dunker

100.876 kg

Hassler Walter, Berg Drau

beste Standardlaktation

Holstein

MISS ELLY

6 Kälber

Ramos

16.971-4,20-3,70-1.341

Gasser Waltraud, Feistritz/Drau

beste Standardlaktation

Jersey

JELLI

3 Kälber

DG Brook

11.212-5,76-3,85-1.077

Possegger Erwin, Fresach

beste Jungkuh

Holstein

NOMIKA

Tandem

12.282-4,19-3,73-973

Brunner Erhard, St. Veit/Glan

beste Jungkuh

Jersey

HELGA

Mecca

7.263-4,95-3,73-631

Possegger Erwin, Fresach

Weitere Auswertungen und Informationen findet ihr unter Leistungsbericht und im Anhang.

Gratulation an alle Züchterfamilien zu diesen tollen Leistungen.

Kärntner Jungzüchter in Bestform!

Das große Duell zwischen Südtirol-Kärnten u. Osttirol

Der Gesamtvorführsieg geht nach Kärnten!

 

Am Sonntag, 16. November fand am Versteigerungsgelände St. Lorenzen in Südtirol die 5. Bezirksschau der Südtiroler Jungzüchter statt. Auch Kärnten nahm mit 14 Tieren der Rassen Holstein, Fleckvieh und Pinzgauer daran teil.

Zahlreiche Besucher nahmen an dieser Veranstaltung teil und bewunderten die Leistungen der Jungzüchter. Über 80 Kälber und Jungrinder wurden der Schweizer Preisrichterin Tamara Steinmann Hess präsentiert.

Vorführwettbewerb

Die Kärntner Jungzüchter traten Rassenübergreifend in neun Gruppen an und konnten dabei sensationell acht Gruppenvorführsiege für sich entscheiden. Die Gewinner des Vorführwettbewerbes sind Hanno Papst aus Rennweg, Julia Mikitsch aus Penk, Melanie Gasser aus Feistritz/Drau, Theresa Drussnitzer aus Paternion, Martin Schwinger aus Lendorf, Edina Scherzer aus Paternion, Mathias Kofler aus Reisach und Andreas Mikitsch aus Penk.

Gesamtvorführsieg

Den Gesamtvorführsieg über alle Rassen holte sich ebenfalls der Kärntner Jungzüchter Andreas Mikitsch aus Penk mit der Holsteinkalbin „ARIANE“ einer Roy-Tochter.

 

Typwettbewerb

 

Fleckvieh

Bei den Fleckviehkalbinnen stellte Edina Scherzer aus Paternion mit der Kalbin „AMICA“ einer Vogt-Tochter den Gruppentypsieg. Im Finale wurde diese Kalbin auch  zum Gesamttypsieger der Rasse Fleckvieh gekürt.

Diese extrem gut entwickelte Kalbin konnte mit ihrem fehlerfreien Körper sowie Fundament die Preisrichterin überzeugen.

Holstein

Bei der Rasse Holstein ging ein Gruppentypsieg sowie der Gesamttyp-Reservesieg nach Kärnten. Die Kalbin „DELIA“ eine Acme RC-Tochter vom Zuchtbetrieb Ulbing Richard u. Thomas aus Villach überzeugte mit ihrem gut entwickelten Körper, ihrer guten Rippenausprägung und ihren korrekten Beinen. Die Vorführerin Melanie Gasser verstand es hervorragend, die Vorzüge dieses Jungrindes der Preisrichterin zu präsentieren.  

 

Pinzgauer

Bei der Rasse Pinzgauer gingen zwei Gruppentypsiege an die Kärntner Pinzgauerrinder von der Landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof bei Lendorf.  Vorgeführt wurde diese Kalbinnen von Hanno Papst aus Rennweg und Julia Mikitsch aus Penk.  In der Endentscheidung der Rasse Pinzgauer wurde die sehr harmonische Kalbin „RAMIRA“ (V.Ramos) zum Gesamttypsieger gekührt und die Kalbin „MAGERETE“ (v. Loris) wurde Gesamttyp-Reservesieger.

Qualitativ hochwertige Tiere und Spitzenvorführleistungen machten der Preisrichterin die Entscheidungen oft nicht leicht. Herzliche Gratulation an alle Preisträger und weiterhin viel Erfolg und Freude an der Rinderzucht.

Ein großes Dankeschön an die Südtiroler Jungzüchter, sowie dem Organisationskomitee für diese großartige Schau.

 

Erfolgreicher Bambinitag!

Die Kärntner Jungzüchter organisierten am Freitag, 10. Oktober in Kärnten einen Bambinitag.

Über 60 Kinder folgten der Einladung und diese konnten sich in einigen Bereichen weiterbilden. Auf dem Programm standen scheren, füttern, waschen und vorführen von Kälbern. Danke an die LFS Litzlhof und an den Betrieb Rutrecht Erwin, wo wir diese Veranstaltungen abhalten konnten.

Danke ebenfalls an alle Teilnehmer!

Super Leistung!!

Vom 19.-21 September 2014 fand am Messegelände Erfurt in Deutschland die „Thuringia Holstein Open“ statt. Die besten Holstein- und Red Holsteinkühe aus Deutschland, sowie zwei Kühe aus Österreich nahmen daran teil.

Neben der bundesweiten Tierschau fand am Freitag ein Europaweiter Tierbeurteilungswettbewerb von Jungzüchtern statt. Die Aufgabe  dieses Wettbewerbes war es, zwei Holsteinkühe in allen Exterieurmerkmalen Linear zu beschreiben und  weiters mussten fünf Kühe im Ring rangiert werden. Teilnehmer aus der Schweiz, Deutschland, Polen und Österreich nahmen daran teil. Auch vier Schüler der landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof bei Lendorf gingen für Österreich an den Start.

Super Leistung!!

Die Österreicher kamen, sahen und siegten!

Elisabeth Schönhart aus Millstatt wurde in der Einzelwertung erste und somit auch Europasiegerin. Edelmuth Tuppinger aus Eisentratten, Matthias Sandrisser aus Gmünd sowie Hanno Papst aus Rennweg belegten in der Einzelwertung aufgrund der selben Punktezahl alle den 2. Platz, sie sind somit Vize-Europameister.  Auch in der Teamwertung holten sich die Litzlhofer den Europameistertitel.

Die Schüler wurden vorab von Meinhard Huber  (Kärntner Holstein Verband) trainiert, sowie für den Wettbewerb vorbereitet und das regelmäßige Training hat Früchte getragen.

Super Leistung!!

Exterieurbeurteilung

Die Beurteilung des Exterieurs spielt in der Tierzucht seit jeher eine große Rolle. In den Anfängen der modernen Rinderzucht im 19. Jahrhundert kam der Exterieurbeurteilung eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Rassen und ihrer wesentlichen, einheitlichen Eigenschaften zu. In der linearen Beschreibung werden 19 wirtschaftlich wichtige Einzelmerkmale genau unter die Lupe genommen. Diese Daten bilden die Grundlage für die Zuchtwertschätzung des Exterieurs und finden sich im Linearprofil der Stierbeschreibung wieder.

Eine Gliederung der einzelnen Merkmale erfolgt in vier Merkmalskomplexe mit verschieden hoher wirtschaftlicher Gewichtung: Milchtyp (10 %), Körper (20%), Fundament (30%) und Euter (40%), welche in Summe die Endnote für das Gesamterscheinungsbild einer Kuh ergeben.

4 neue Exzellent-Kühe in Kärnten

Im ersten Halbjahr konnten wir 4 Kühe mit dem Prädikat EXZELLENT (EX) einstufen.

Das Bewertungssystem für Holsteinkühe ist nach den Vorgaben des Zuchtzieles gestaltet. Bewertet werden die vier Merkmale Milchtyp, Körper, Fundament und Euter. Für jedes Merkmal können maximal 100 Punkte vergeben werden. Die Gesamtnote wird aus den vier Merkmalen nach folgendem Schlüssel errechnet 10% Milchtyp (MT), 20% Körper (KÖ), 30% Fundament (FU) und 40% Euter (EU).

Tiername

Datum Lakt. MT FU EU Ges. Besitzer Ort
PAULA EX 92 16/06/14    7 89 92 92 92 92 Rainer Stefanie u. Hannes Pusarnitz
PRISKA EX 90 16/06/14 10 93 90 90 90 90 Rutrecht Harald Prebl
MALENA EX 90 16/04/14 5 90 92 90 90 90 Frank Adam Kamering

SENTA  EX 90

16/04/14 3 90 89 87 92 90 Possegger Erwin Fresach

Gratulation an die Tierbesitzer zu diesen ausgezeichneten Kühen!

Prädikat EXZELLENT (EX)

ZAR-Newsletter, Ausgabe 8/2014 online

Betriebsreportage Fam. Tschinder, vlg. Osterbauer in Feldkirchen

Kärntner Holstein und Jerseyzüchter produzieren beste Lebensmittel!!

350 Käse -und Milchprodukte aus aucht Bundesländern wurden heuer bei der Kasermandl-Prämierung der Wieselburger Messe bewertet.

Es gab erfolgreiche Auszeichnungen für folgende unserer Mitgliedsbetriebe:

  • Familie Gruber Heidi aus Gmünd (auch Genusskrone Bundessiegerin 2014/2015 für Frischkäse)
  • Familie Voglauer Olga DI aus Ludmannsdorf
  • Familie Tschinder Stefan aus Feldkirchen

Gratulation an alle Preisträger!

Kärntner Holstein und Jerseyzüchter produzieren beste Lebensmittel!!

Kärntner Holsteinzüchter sind IHR Produzent und IHR Wirt im Juli!

Unter dem Motto "Vertrauen isst besser" veröffentlicht die Zeitschrift "Der Draustädter" die besten Produzenten und Wirte des jeweiligen Monats! In diesem Monat Juli sind zwei erfolgreiche Holsteinzüchter dazu nominiert worden.

IHR PRODUZENT IM JULI:

Familie Franz Lauritsch "DEIN BAUER FRANZ"

  • 9536 St. Egyden
  • www.dein-bauer-franz.at

Der Genussland Kärnten Obstbauer Franz Lauritsch beherrscht sein Handwerk und so veredelt er das Obst zu Säften, Sirupen, Most, viele verschiedene Schnäpsen uvm.

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IHR WIRT IM JULI:

  • Schwarzseehütte
  • Familie Christine u. Wolfgang Pirker
  • 9542 Afritz am See
  • www.schwarzseehuette.at

Die Schwarzseehütte im Gegendtal ist nicht nur ein beliebtes Wanderziel, sondern auch ein Tipp für ein gutes Essen, ob Jause, etwas aus dem Suppentopf oder andere selbst produzierte Spezialitäten! Ein Besuch lohnt sich!!

Der Kärntner Holstein Verband gratuliert zu diesen Erfolg!!

ARGE-Holstein Sommertagung

Holstein Austria Sommertagung in Salzburg mit Schwerpunkt Optimierung Zuchtprogramme

Anfang Juli fand in Maishofen (Salzburg) die traditionelle Sommertagung von Holstein Austria statt. Nach Jahren von intensiven Anstrengungen im Bereich Aufbau einer starken züchterischen Population in Österreich, steckt man nun große Anstrengungen in die Optimierung und Umsetzung der neuen Zuchtprogramme unter dem Dach von Holstein Austria. Bereits in einem gemeinsamen Zuchtplanungsworkshop vergangenen Herbst wurden Vorarbeiten dazu ausgearbeitet, welche in den folgenden Monaten umgesetzt werden. Zentrale Punkte der Optimierung sind die laufende Selektion von interessanten Tieren zur Unterstützung der Züchter im mittlerweile sehr schnelllebigen Zuchtbereich. Nicht unerwähnt lassen wollte dabei ARGE-Obmann Hermann Gruber, dass man in den vergangenen Jahren schon viele hoch gesetzte Ziele erreichen konnte. Dies ist umso beachtlicher, da die internationale Konkurrenz bei der Holsteinrasse unvergleichbar schwieriger ist als bei anderen Rassen.

Mit den Beschlüssen zu den neuen Schritten der Optimierung im Zuchtprogramm wird diese erfolgreiche Entwicklung weiter ermöglicht. Im Rahmen der Sitzung wurde auch der Termin für den nächsten Dairy Grand Prix Austria mit 2. und 3. April 2016 – voraussichtlich in Leoben – fixiert.

Höhepunkt der Sommertagung war zweifelsfrei am zweiten Tag die Besichtigung der Hochgebirgsstauseen in Kaprun und der Fürthermoaralm. Unter Führung von Almbauer Anton Aberger wurde den Teilnehmern ein sehr interessantes Programm gezeigt. Die Kaprun-Speicherkraftwerke wurden von 1938 bis 1953 in einem wahren Kraftakt gebaut. Wenn Strom aus den beiden Stauseen Wasserfallboden und Mooserboden produziert wird, so sind dies fast 10 % des österreichischen Strombedarfes.

ARGE-Holstein Sommertagung

Direkt oberhalb des Wasserfallbodenspeichers auf der Gegenseite zum Gletscherskigebiet am Kitzsteinhorn liegt die bekannte „Fürthermoaralm“ der Familie Aberger-Dick. Durch glückliche Umstände blieb die Alm im Besitz der Familie beim Kraftwerksbau, wenn man auch anmerken muss, dass die Alm aufgrund ihrer Höhe – die meisten Flächen liegen in einer Seehöhe über  1.800 Seehöhe - sehr extremen Witterungsschwankungen mit Schnee und großen Niederschlägen ausgesetzt ist.

Bewirtschaftet werden die knapp über 500 ha mit rund 150 Rindern und 800 Schafen und Ziegen.

Red Holstein- Neue Basis für Zuchtwertschätzung

Mit der August Zuchtwertschätzung gilt in Österreich auf Grund einer Beschlussfassung von Holstein Austria eine gemeinsame Basis für Holstein und Red Holstein.
Die Veränderungen sind in der Beilage angeführt.

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Red Holstein

Wer auf Reise geht, kann etwas erzählen! Beeindruckende Holstein-Züchterreise

Vom 21.-23. August 2014 führte die heurige Exkursion des Kärntner Holstein Verbandes nach Ulm und München in Deutschland.  Die Teilnehmer konnten sich von den Zuchterfolgen und der hohen Qualität des Milchviehs der besichtigten Betriebe überzeugen.

Beeindruckende Holstein-Züchterreise

Erstes Ziel der Reise war der Zuchtbetrieb von Familie Erthle in Ulm. Der Milch- und Holsteinzuchtbetrieb verweist mit 120 Kühen  plus eigener Nachzucht auf eine durchschnittliche Milchleistung von 11.473 kg 4,19 % Fett und 3,36 % Eiweiß.

Auf diesem Familienbetrieb sahen die Kärntner Holsteinzüchter sehr exterieurstarke Schaukühe internationaler Spitzenvererber sowie sehr hohe genomische Jungtiere. Familie Erthle liefert einige Top-Zuchtstiere im Jahr auf die Besamungsstation und die Herde wird zu 90% mit genomischen Jungstieren besamt.

Die Fütterung der Milchviehherde erfolgt über eine Totalmischration welche auf 38 kg Milch berechnet ist.  Die Reise führte uns weiter zur Häußler Milch GbR.  Familie Häußler siedelte mit ihren 100 Kühen von ihrem Dorf aus und erbauten im Jahr 2012 einen neuen Laufstall für 400 Kühe und aktuell werden 380 Kühe in einem 25er SwingOver von Dairy Master in 2 h und 30 min gemolken. Ein Teil der Jungviehaufzucht wurde ausgelagert und ca. 150 Jungtiere werden selbst aufgezogen.

Die Flächenausstattung beträgt in Vergleich zur Kuhzahl nur 100 ha, somit wird relativ viel Futter zugekauft. Die gesamte Außenwirtschaft wird selbst erledigt, wobei im heurigen Sommer das schlechte Wetter die Futterernte wesentlich verzögerte.

Beeindruckende Holstein-Züchterreise

Weiters konnten die Reiseteilnehmer im Kulturprogramm das atemberaubende Ulmer Münster besichtigen. Das Ulmer Münster ist die Kirche mit den höchsten Kirchturm der Welt und die größte evangelische Kirche in Deutschland. Die Geschichte des Münsterturms erstreckt sich über eine 500-jährige Bauzeit. Als zusätzlichen Höhepunkt der Reise konnten die Reiseteilnehmer die Artenvielfalt im Münchner Zoo bewundern.